Briefmarken verbinden Menschen

Gewichtige Spende: Die FernUniversität in Hagen sammelt Briefmarken für die Evangelische Stiftung Volmarstein. Das vertieft auch die Kooperation mit der Einrichtung in Wetter.


Mehrere Personen stehen hinter Kisten, in denen Briefmarken liegen. Drei Personen halten Briefmarken hoch.
Beschäftigte aus der FernUni und von der Evangelischen Stiftung Volmarstein freuen sich über die Briefmarkensammlung und die Kooperation.

Feine goldene Schriftzeichen zieren die Briefmarken aus Abu Dhabi, knallbunt sind die Briefmarken aus Griechenland. Im Studierendensekretariat an der FernUniversität kommt vor allem in der Einschreibphase Post aus vielen Ecken der Welt an – mit durchaus interessanten Briefmarken. „Die sammeln wir hier, auch schon lange – wie in anderen Abteilungen der FernUni übrigens auch. Unsere Kollegin Ulla Oboth schickt die Briefmarken abwechselnd nach Bethel und Volmarstein“, erzählt Doris Janßen aus dem Studierendensekretariat.

Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung

Gestempelte Briefmarken schaffen Arbeitsplätze für Menschen mit schweren Behinderungen, die in den Werkstätten der Von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel und der Evangelischen Stiftung Volmarstein arbeiten. „Wir freuen uns vor allem mit Volmarstein eine Einrichtung vor Ort unterstützen zu können. Das sichert dort die Beschäftigung für Menschen mit Behinderungen“, sagt Janßen. Die langjährige FernUni-Mitarbeiterin hatte nun Gelegenheit, im Logistikzentrum (LGZ) der FernUniversität die Arbeit der Volmarsteiner Werkstatt in einem Gespräch näher kennenzulernen.

Margarethe Richter betreut zusammen mit Renate Brauer in der Briefmarken-Abteilung in Volmarstein elf Beschäftigte. „Für unsere Leute ist es eine wichtige Aufgabe, die Marken auf Briefumschlägen auszuschneiden, abzulösen und nach Motiven zu sortieren“, erzählt sie. Deshalb sollten Umschläge mit aufgeklebten Briefmarken komplett aufbewahrt werden, regt Richter an: „Denn gerade das Ausschneiden ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit bei uns. Der Datenschutz wird hierbei selbstverständlich gewährleistet.“

Eine Box mit Briefmarken.
Post aus Abu Dhabi – seltene Marken sind bei Sammlerinnen und Sammlern besonders begehrt.

Ausbildungsplatz eingerichtet

Die FernUniversität in Hagen verbindet bereits seit 2013 eine Kooperation mit der Evangelischen Stiftung Volmarstein. Die Hochschule hat einen Ausbildungsplatz im Logistikzentrum (LGZ) eingerichtet, den mittlerweile zwei Auszubildende durchlaufen haben. Marius Westerwelle, der erste Azubi, ist jetzt unbefristet an der FernUniversität beschäftigt. Er fährt selbstständig Gabelstapler, arbeitet in der Poststelle, im Kommissionier- und Lagerbereich und in der Warenkontrolle. „Das hat so prima geklappt, dass wir direkt eine zweite Auszubildende angenommen haben“, sagt Detlef Gerke aus dem LGZ.

Auch Simone Gabor ist Fachkraft für Lagerlogistik und arbeitet nun als Aushilfe im Logistikzentrum – „mit einer Null-Fehlerquote“, wie Gerke betont. Aktuell gibt es keine Auszubildenden von der Evangelischen Stiftung, „aber wir bieten derzeit Praktika an“.

Wertvolle Ladung

Die Verbindung zu Volmarstein reißt nicht ab – auch dank der Briefmarken. Einmal im Monat fährt ein Wagen aus Volmarstein vor und lädt die Kisten mit den gesammelten Wertzeichen ein. Sammlerinnen und Sammler wiederum freuen sich, wenn sie in Volmarstein fündig werden.

Anja Wetter | 28.11.2016