Kinder retten Baum für Baum das Klima

In der Nähe der FernUniversität stehen nun 200 Rotbuchen mehr. Gepflanzt haben sie rund 80 Hagener Schülerinnen und Schüler, die an einer Klimaakademie auf dem Campus teilgenommen haben.


Ein Mann steht am Redepult: Dr. Frederik Schaff als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftstheorie die Kinder und Jugendlichen von vielen Hagener Schulen.
Dr. Frederik Schaff vom Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftstheorie begrüßte die Kinder und Jugendlichen von vielen Hagener Schulen an der FernUni.

„Stop talking – start planting!“ lautet das Motto der Klimaschutzorganisation, die von Kindern und Jugendlichen selbst getragen wird. Kinder, die sich als Klimabotschafterinnen und –botschafter engagieren geben auf den eintägigen Akademien wie an der FernUniversität in Hagen ihr Wissen über den Klimawandel an andere Kinder weiter und pflanzen so die Idee bei anderen Kindern fort, selbst gegen die Klimakrise aktiv zu werden. Etwa, indem sie Bäume pflanzen. In Hagen nahmen daran 80 Schülerinnen und Schüler im Alter von acht bis 14 Jahren teil.

Gemeinsam Zeichen setzen

Vor dem Klimaretten stand doch das Reden: Im Namen der FernUniversität begrüßte Dr. Frederik Schaff als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre,
insbesondere Wirtschaftstheorie die Kinder und Jugendlichen von vielen Hagener Schulen. Der Lehrstuhl befasst sich schwerpunktmäßig mit Umwelt-Ökonomie. „Eure Aktion ist toll“, lobte Schaff. „Wenn einer allein einen Baum pflanzt, dann merkt es vielleicht keiner. Doch wenn viele das gemeinsam machen, so wie ihr, dann setzt das ein Zeichen und bewirkt etwas.“

Ein Junge steht an einem Redepult und hält ein Mikrofon in der Hand.
Philipp ist Klimabotschafter, er engagiert sich bei Plant-for-the-Planet.
Kinder und Jugendliche stehen in einem Waldstück.
Kinder und Jugendliche pflanzten in der Nähe der FernUni rund 200 Rotbuchen.

Auch Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz eröffnete die Akademie an der FernUni mit. Schulz freute sich über die Veranstaltung als „wichtiges Signal vor Ort“. Denn: „Wenn wir die Welt retten wollen, müssen wir im Kleinen anfangen – da, wo wir leben.“

Für den Rest des Tages hatten die Schülerinnen und Schüler das Wort: Sie lernten in Workshops etwas über ökologische Zusammenhänge und Klimagerechtigkeit, selbst Vorträge zu halten und Pflanzpartys zu organisieren.

Die Idee dahinter

Die Initiative für Plant-for-the-Planet hatte der neunjährige Felix aus Deutschland im Jahr 2007. Inspiriert von Wangari Maathai, die in Afrika in 30 Jahren 30 Millionen Bäume gepflanzt hat, formuliert er seine Vision: Kinder könnten in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen, um so einen Ausgleich zum Kohlendioxidausstoß zu schaffen. Denn jeder gepflanzte Baum entzieht der Atmosphäre pro Jahr ca. zehn Kilogramm schädliches Kohlendioxid. In den darauffolgenden Jahren entwickelt sich Plant-for-the-Planet zu einer weltweiten Bewegung.

Pflanzaktion vor Ort

In Deutschland sind längst eine Million Bäume gepflanzt, so dass das nächste Ziel nun lautet: weltweit 1.000 Milliarde Bäume zu pflanzen. Um die Mittagszeit war es auch in Hagen soweit: „Stop talking – start planting!“

Im Fleyer Wald nahe der FernUniversität wachsen nun 200 frisch gesetzte Rotbuchen mehr heran – als ein Beitrag gegen den Klimawandel.

Anja Wetter | 15.11.2016