„Nachhaltige Entwicklungspolitik – lokal – global“

Wie nachhaltig kann eine Entwicklungspolitik sein, die den Menschen in Entwicklungsländern ein Leben in relativem Wohlstand ermöglicht? Die Veranstaltung hierzu am 12. Januar ist öffentlich.


In der Vortragsreihe „Nachhaltiges Wirtschaften“ der FernUniversität in Hagen geht es am Donnerstag, 12. Januar 2017, um „Nachhaltige Entwicklungspolitik – lokal – global“. Die Veranstaltung von Prof. Dr. Helmut Wagner, Inhaber des Hagener Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, insb. Makroökonomik, beginnt um 17 Uhr im Seminargebäude der Hochschule, Universitätsstr. 33, 58097 Hagen, Räume 4 und 5. Referenten sind Prof. Wagner selbst, Dipl.-Volkswirt Jens Martens (Geschäftsführer des Global Policy Forum – GPF, Bonn und New York), und Dr. Tilmann Altenburg (Deutsches Institut für Entwicklungspolitik, Bonn, Abteilungsleiter „Nachhaltige Wirtschafts- und Sozialentwicklung“). Der Eintritt ist frei, alle Interessierten sind willkommen, Anmeldungen erbeten.

Mit den Maßnahmen der Entwicklungspolitik werden staatliche Programme umgesetzt, um die politische, wirtschaftliche und soziale Situation insbesondere der Entwicklungs- und Schwellenländer zu verbessern und so ihre Bürger aus der Armut zu führen und deren Wohlstand anzuheben. Wie nachhaltig ist eine solche Politik, um die Länder langfristig zu stabilisieren und den Bürgern und nachfolgenden Generationen ein Leben in Würde und relativem Wohlstand zu ermöglichen? Und zwar, ohne deren Ressourcen heute schon zu verbrauchen und die Umwelt über Gebühr zu schädigen? Hat das Wirtschaftswachstum Grenzen?

Sowohl Industrieländer als Hauptverursacher des Klimawandels mit den damit einhergehenden Katastrophen, sind in der Pflicht umzusteuern und eine nachhaltige Entwicklungspolitik umzusetzen. Gleiches gilt auch für die Entwicklungs- und Schwellenländer, deren Anteil am Klimawandel rasant steigt.

Vorträge:

17.15 – 18.00 Uhr

„Die 2030-Agenda der UN mit ihren globalen Nachhaltigkeitszielen (SDG’s) und ihre Auswirkungen auf die internationale Entwicklungspolitik“

Dipl.-Volkswirt Jens Martens stellt die Sustainable Development Goals (SDG’s) 2030 der Vereinten Nationen vor, die im September 2015 in New York verabschiedet wurden, und erläutert deren Auswirkungen auf die internationale Entwicklungspolitik.

18.15 – 19.00 Uhr

„Nachhaltige Entwicklungspolitik am Beispiel China“

Am Beispiel China untersucht Prof. Dr. Helmut Wagner, wie wirtschaftspolitische Maßnahmen wirken und ob das Land an seine Wachstumsgrenzen gestoßen ist.

19.30 – 20.15 Uhr

„Internationaler Handel – Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer?“

TTIP hat die Debatte über die Beziehungen zwischen Handel und nachhaltiger Entwicklung neu entfacht. Auf der einen Seite argumentieren viele Wirtschaftswissenschaftler mit Effizienzgewinnen, auf der anderen Seite verweisen Kritiker auf Verdrängungseffekte und Umweltkosten. Dr. Tilmann Altenburg gibt einen Überblick über den Stand der Forschung und diskutiert mit Schwerpunkt auf dem „globalen Süden“, wie eine entwicklungspolitisch sinnvolle Balance zwischen handelspolitischer Öffnung und Regulierung gestaltet werden kann.

Veranstalter ist Prof. Helmut Wagner. Auskünfte und Anmeldungen: Dipl.-Kff. Helga Gösling, E-Mail Helga.Goesling@FernUni-Hagen.de.

Die Reihe „Nachhaltiges Wirtschaften findet im Rahmen des Hagener Forschungsdialogs der FernUniversität statt.

Gerd Dapprich | 19.12.2016