FernUniversität in Hagen tritt Rahmenvertrag mit Verwertungsgesellschaft nicht bei

Für Studierende ändert sich nichts: Die Fernuniversität stellt Texte weiter online zur Verfügung und erwirbt die Lizenzen zur Fremdnutzung direkt bei den Rechteinhaberinnen und -inhabern.


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Die Nutzung online bereitgestellter Lehr- und Lernmaterialien ist für das Studiensystem an der FernUniversität in Hagen unabdingbar – insbesondere auch Werke von Autorinnen und Autoren, die nach § 52a Urheberrechtsgesetz (UrhG) geschützt sind.

Da Blended Learning den Grundpfeiler für das Studium an der FernUniversität bildet, hat die FernUniversität in Hagen seit Mitte 2014 eine eigene Regelung getroffen, um Fremdtexte verlässlich zur Verfügung stellen zu können: Die Hochschule erwirbt für sämtliche genutzte Fremdmaterialien die erforderlichen Lizenzen direkt von den jeweiligen Rechteinhaberinnen und -inhabern. Das sind in der Regel Verlage.

Keine Auswirkungen für Studierende

An dieser Praxis hält die FernUniversität ausdrücklich fest und wird dem zwischen den Ländern und der Verwertungsgesellschaft Wort am 28. September 2016 geschlossenen Rahmenvertrag nicht beitreten. Damit ändert sich für die Studierenden an der FernUniversität in Hagen nichts.

Der Rahmenvertrag sieht die Einführung eines neuen Meldeverfahrens für urheberrechtlich geschützte Schriftwerke vor, das für die Hochschulen mit erheblichen organisatorischen, technischen und finanziellen Aufwänden verbunden wäre. Anstelle der bisher von den Ländern getragenen Pauschalvergütung soll die Vergütung ab dem 1. Januar 2017 auf Basis einer von den einzelnen Hochschulen zu leistenden Einzelerfassung erfolgen.

Auch Hochschulen anderer Bundesländer – etwa Niedersachsen, Bayern, Thüringen, Hamburg – sowie die Hochschulrektorenkonferenz haben bereits erklärt, dem Vertrag nicht beitreten zu wollen.

Anja Wetter | 08.12.2016