Rubriken

FernUni-News - Argumente

Hagen Doctoral Academy: Nur eine Absage - aber nicht das Ende

In Exzellenzinitiative nicht zum Zuge gekommen - Jetzt andere Wege gehen

Schade war die Absage für die „Hagen Doctoral Academy“ der FernUniversität in Hagen – aber dennoch reagierten viele in der FernUni zuversichtlich auf die Bewertungsergebnisse im Auswahlverfahren der Exzellenzinitiative. Schade ist natürlich, dass die Anerkennung und die erhebliche finanzielle Unterstützung für das Projekt „Hagen Doctoral Academy“ (HDA) versagt wurde. Dieses Graduiertenprogramm der FernUniversität soll eine interdisziplinäre strukturierte Ausbildung für Promovendinnen und Promovenden ermöglichen, die als Externe neben ihrem Beruf promovieren möchten. Die Auswahlkommission hat Graduiertenschulen anderer Universitäten innerhalb der Exzellenzinitiative des Bundes jedoch den Vorrang eingeräumt und sie zu einem ausführlichen Antrag aufgefordert.

Unter dem Motto „Exzellenz für die Praxis” hatte die FernUniversität in Hagen mit ihrem Antrag für die Förderlinie Graduiertenschulen der Exzellenzinitiative des Bundes die Ausbildung ihrer Promovendinnen und Promovenden auf eine neue Basis stellen wollen. Insbesondere hochqualifizierten Kandidatinnen und Kandidaten, die bereits in der Praxis stehen, sollte in der „Hagen Doctoral Academy” (HDA) eine Möglichkeit geboten werden, berufsbegleitend zu promovieren. Damit hatte die FernUniversität ein herausragendes Konzept entwickelt, das vor allem externen Bewerberinnen und Bewerbern die Möglichkeit zu einem institutionalisierten strukturierten Promotionsstudium eröffnet. Und zwar in einer planbaren Zeit von rund drei Jahren, mit einem schlüssigen Betreuungskonzept und begleitender Evaluation. Auf diese Weise wollte die FernUniversität neben den Bachelor- und Masterabschlüssen mit einer dritten Stufe der wissenschaftlichen Qualifikation ihr Ausbildungsprogramm komplettieren.

„Die Absage ist für uns sehr bedauerlich“, wertet Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer. Er plädiert aber wie auch die federführend beteiligten Professoren Dr. Matthias Hemmje und Dr. Jürgen Jahns dafür, über die Enttäuschung nicht die Chance zu übersehen, die das Projekt der Hagen Doctoral Academy birgt. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Vertreterinnen und Vertretern aller Fakultäten habe neue Optionen für die Profilierung der Hochschule im Bereich Forschung durch eine Bündelung von Forschungsthemen und Forschungskooperationen eröffnet. Dies sollte unbedingt weiter gestärkt und damit im Rahmen einer Fortschreibung der Profilbildung im Bereich Forschung realisiert werden. Und die strukturierte Begleitung der Promovendinnen und Promovenden sollte die FernUniversität natürlich auch ohne externe Förderung realisieren.

Rektor Hoyer wird im Rektorat thematisieren, in welcher Form die FernUniversität aus eigener Kraft dieses in seiner Ausrichtung einzigartige und speziell auf die Bedürfnisse der FernUni-Klientel zugeschnittene Konzept realisieren kann. „Es wird etwas langsamer gehen“, sagt Hoyer, aber aufgeben will er genau so wenig wie die anderen Verfechter des Projekts.

Susanne Bossemeyer | 30.01.2007 17:24
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de