Die neuen Prorektoren

Fünf Personen stehen nebeneinander. Sie bilden das neue Rektorat der FernUni: Prorektor Prof. Dr. Andreas Kleine, Kanzlerin Regina Zdebel, Rektorin Prof. Dr. Ada Pellert, Prorektor Prof. Dr. Sebastian Kubis, Prorektor Prof. Dr. Theo Bastiaens.
Die Mitglieder des neuen Rektorates: (v.li.) Prorektor Prof. Dr. Andreas Kleine, Kanzlerin Regina Zdebel, Rektorin Prof. Dr. Ada Pellert, Prorektor Prof. Dr. Sebastian Kubis und Prorektor Prof. Dr. Theo Bastiaens.

Das Rektorat der FernUniversität in Hagen konnte am 2. März mit drei Prorektoren in die Amtszeit starten. Neben Rektorin Prof. Dr. Ada Pellert und Kanzlerin Regina Zdebel stellen die drei neuen Prorektoren Prof. Dr. Theo J. Bastiaens, Prof. Dr. Andreas Kleine und Prof. Dr. Sebastian Kubis die Mitglieder der Hochschulleitung. Die Prorektoren haben jeweils fachliche Schwerpunkte:

Prorektorat Digitalisierung und Internationalisierung

Prof. Dr. Theo J. Bastiaens ist seit 2006 Professor an der FernUniversität in Hagen und leitet das Lehrgebiet Mediendidaktik.

Bastiaens (Jahrgang 1968) studierte Bildungswissenschaft an der Rijksuniversiteit Utrecht und verfasste seine Doktorarbeit zum Thema „Lernen und Arbeiten mit Electronic Performance Support Systems“ an der Technischen Universität Twente. Ab 1997 war Theo Bastiaens Assistant Professor in Twente, im Lehrgebiet Curriculumtheorie. 1998 wechselte er an die Open Universiteit Nederland (ab 2002 Associate Professor, ab 2006 Teilzeit-Professur in Educational Technology).

Die Forschungsschwerpunkte von Professor Bastiaens liegen im Bereich E-Learning, Instructional Design, Human Resource Development und Quality in Education. Er hat an zahlreichen internationalen Publikationen mitgearbeitet und ist Rezensent verschiedener Zeitschriften, wie zum Beispiel „Computers in Human Behaviour“.

Von 2006 bis 2010 war Theo Bastiaens Direktor am Institute of Educational Science and Media Research. Von 2010 bis 2012 übernahm er das Amt des Dekans an der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften an der FernUniversität. Seit März 2016 ist Professor Bastiaens Prorektor für Digitalisierung und Internationalisierung, mit dem Schwerpunkt Digitalisierung der Lehre.

Prorektorat Forschung und wissenschaftliche Nachwuchsförderung

Prof. Dr. Andreas Kleine leitet seit 2011 den Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Quantitative Methoden und Wirtschaftsmathematik. Zuvor hatte er an der Universität Hohenheim ab 2002 den Lehrstuhl für Unternehmensforschung vertreten und anschließend das Lehrgebiet für Quantitative Methoden übernommen. Als Visiting Scholar war er 2005 an der Aston Business School in Birmingham.

Seine akademische Laufbahn begann der Krefelder (Jahrgang 1961) nach dem Abschluss als Diplom-Kaufmann an der Universität des Saarlandes 1989: Am Lehrstuhl für Unternehmensforschung war Andreas Kleine als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent beschäftigt. Nach der Promotion zum Dr. rer. oec. habilitierte sich Kleine 2001 mit der Schrift „Effiziente Alternativen, Produktionen und Organisationen“ im Fach Betriebswirtschaftslehre.

Im Mittelpunkt seiner in zahlreichen Beiträgen veröffentlichten Forschungen stehen die Anwendungen von quantitativen Methoden in der Betriebswirtschaftslehre, wie zum Beispiel die Performance-Messung (Data Envelopment Analysis), die Unterstützung von Entscheidungen bei Zielkonflikten bzw. Risiko und die Optimierung Erneuerbarer Energien.

In der akademischen Selbstverwaltung sammelte Kleine bereits Erfahrungen im Prüfungsausschuss, Fakultätsrat und mehreren Berufskommissionen. Er ist Mitglied in zahlreichen wissenschaftlichen Organisationen und war u.a. Vorsitzender der wissenschaftlichen Kommission Operations Research im Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft. Seit März 2016 ist Professor Kleine als Prorektor für Forschung und wissenschaftliche Nachwuchsförderung an der FernUniversität im Amt.

Prorektorat Studium und Diversität

Prof. Dr. Sebastian Kubisist seit 2006 an der FernUniversität in Hagen und Inhaber des Wilhelm-Peter-Radt-Stiftungslehrstuhls für Bürgerliches Recht, Gewerblichen Rechtsschutz, Internationales Privat‑ und Zivilprozessrecht. Zuvor lehrte Kubis im Jahr 2006 als Privatdozent an der Universität Kiel und vertrat dort eine Professur für Bürgerliches Recht.

Der gebürtige Berliner (Jahrgang 1966) studierte zunächst Rechtswissenschaft und Philosophie an der Universität Bielefeld (Referendarexamen 1992) und an der University of Illinois at Urbana-Champaign (LL.M. 1993). Von 1989 bis 1993 war er Stipendiat des Cusanuswerks, Bischöfliche Studienförderung.

Nach der Promotion über die „Internationale Zuständigkeit bei Persönlichkeits‑ und Immaterialgüterrechtsverletzungen“ („s.c.l.“, 1998) und dem Referendariat beim Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgericht arbeitete Kubis als Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Europäisches und Internationales Privat- und Verfahrensrecht der Universität Kiel. Im WS 2005/06 folgte die Habilitation mit einer Arbeit über den „Schutz des Schuldners bei Forderungsabtretung und Einziehungsermächtigung“.

Die Forschungsschwerpunkte von Professor Kubis liegen neben dem Bürgerlichen Recht und dem Immaterialgüterrecht im Zivilprozessrecht und im Internationalen Privatrecht.

Von Mai 2014 bis Januar 2016 war er Vorsitzender des Senats der FernUniversität. Seit März 2016 ist Sebastian Kubis Prorektor für Studium und Diversität. In dieser Funktion widmet er sich insbesondere der Studienstrukturreform.

Anja Wetter | 04.03.2016