Die FernUniversität feierte ihre besten Absolventinnen und Absolventen beim Dies Academicus

Eine Gruppe aus mehreren Personen: Studierende, Absolventinnen und Absolventen sowie Promovendinnen und Promovenden für ihre herausragenden Arbeiten geehrt.
Studierende, Absolventinnen und Absolventen sowie Promovendinnen und Promovenden wurden für ihre herausragenden Arbeiten geehrt.

Die Welt ist zum Lernort geworden: „Wissen wird nicht mehr allein über Bildungsinstitutionen vermittelt“, sagte Dr. Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft in seinem Vortrag auf dem Dies Academicus der FernUniversität in Hagen: „Offene Hochschulen ­­– Dimensionen der Entgrenzungen von Wissenschaft im digitalen Zeitalter“.

Ein Mann steht am Redepult: Dr. Volker Meyer-Guckel sprach über Wissenschaft im digitalen Zeitalter.
Dr. Volker Meyer-Guckel sprach über Wissenschaft im digitalen Zeitalter.

Bildungspartnerschaften

Die Digitalisierung beeinflusst, wie Menschen lernen. Durch die Technik wachsen die Anforderungen an Universitäten, sich weiter zu öffnen: für Studierende, aber auch für Bildungspartnerschaften. „Forschung und Lehre verändern sich in einem kollaborativen Umfeld“, warb Meyer-Guckel nicht nur für Offenheit von Hochschulen, sondern auch für Kooperationen von Hochschulen mit Gesellschaft und Wirtschaft. Gesellschaft bilde mehr und mehr Netzwerkstrukturen aus. „Da kann die akademische Welt nicht außen vor bleiben“, so der Vertreter eines Netzwerkes aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.

Eine Frau steht am Redepult: Rektorin Prof. Ada Pellert möchte die FernUniversität mit allen weiterentwickeln.
Rektorin Prof. Ada Pellert möchte die FernUniversität mit allen weiterentwickeln.

Weiterentwicklung der FernUniversität

„Das sind Entwicklungen, die uns auch an der FernUniversität beschäftigen“, griff Rektorin Prof. Dr. Ada Pellert die Impulse aus dem Vortrag auf. Für sie war es der erste offizielle Hochschultag in ihrem Amt. Die Österreicherin steht seit sieben Monaten an der Spitze der FernUniversität in Hagen. „Ich freue mich über die gute Aufnahme an der FernUniversität und vor allem darauf, die Hochschule mit allen gemeinsam weiterentwickeln zu können.“ Die FernUniversität müsse auch im internationalen Raum den Platz bekommen, der ihr gebühre.

Ehrungen

Im Rahmen des Dies Academicus, an dem Hochschulangehörige sowie der Oberbürgermeister der Stadt Hagen und weitere Gäste aus dem regionalen Umfeld teilnahmen, wurden auch die besten Absolventinnen und Absolventen des Studienjahres geehrt. Die Preise für die hervorragenden Examensarbeiten stiftete die Gesellschaft der Freunde der FernUniversität. Vorstandsvorsitzender Frank Walter überreichte sie zusammen mit FernUni-Rektorin Ada Pellert. Die Auszeichnung für die besten Promotionsarbeiten stiftet traditionell die Sparkasse Hagen. Auch diese Preise überreichte Frank Walter als Vorstandsvorsitzender des Geldinstitutes.

    • Karina Kauker, (Stuttgart), Bachelorarbeit „Vergleich der Anknüpfungspunkte Staatsangehörigkeit und gewöhnlicher Aufenthalt zur Bestimmung des anwendbaren Rechts im Rahmen der EU-Erbrechtsverordnung“, Prof. Dr. Karl August Prinz von Sachsen Gessaphe (Rechtswissenschaftliche Fakultät);
    • Lara Hannekum (Hamburg), Bachelorarbeit „Interventionen zur Unterstützung von Paaren und Familien, die mit einer chronischen Erkrankung leben – eine Analyse der aktuellen empirischen Forschungsliteratur“, Prof. Dr. Christel Salewski (Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften);
    • Raphael Steiner (Heidelberg), Bachelorarbeit „Existenz und Konstruktion von Dreieckszerlegungen triangulierter Graphen und Schnyder woods“, Prof. Dr. Winfried Hochstättler (Fakultät für Mathematik und Informatik);
    • Alexander Dubnitzki (Rostock), Masterarbeit „Trennungsgebot im Äußeren? Zu den verfassungsrechtlichen Voraussetzungen militärischen und polizeilichen Handelns im Ausland“, Prof. Dr. Andreas Haratsch (Rechtswissenschaftliche Fakultät);
    • Bianca Walther (Berlin), Masterarbeit „Jedes ist ein Eigenes und auf seine Art Einziges…“ – Weibliche Lebensgemeinschaften und Freundinnenkultur im Bürgertum, 1890-1940“, Prof. Dr. Alexandra Przyrembel (Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften);
    • Kilian Sprotte (Hamburg) Hamburg, Masterarbeit „Verwendung von Constraint-Programmierung für die Realisierung eines abstrakten Argumentationssystems “, Prof. Dr. Christoph Beierle (Fakultät für Mathematik und Informatik);
    • Susann Horvat (Geretsried), Bachelorarbeit „Arbeitslosigkeit im Gleichgewicht – zwei Begründungsansätze“, Prof. Dr. Joachim Grosser (Fakultät für Wirtschaftswissenschaft);
    • Andreas Bürger (Bad Wünnenberg), Masterarbeit „Rekonstruktion interner Kontrollen im Kontext ihrer Anwendungen mit der Modellierungssprache MEMO ControlML“, Prof. Dr. Stefan Strecker (Fakultät für Wirtschaftswissenschaft).
    • Dr. Anna Daniel (Münster), „Religion von der Grenze her denken. Postkoloniale Konfrontation des religionssoziologischen Diskurses“, Prof. Dr. Frank Hillebrandt (Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften);
    • Dr. Christian Nierhauve (Bochum), „Rechtsklugheit – Beitrag zu einer Rhetorischen Rechtstheorie“, Prof. Dr. Katharina Gräfin von Schlieffen (Rechtswissenschaftliche Fakultät);
    • Dr. Daniel Gerbaulet (Recklinghausen), „Der Unternehmer als Reputator“, Prof. Dr. Thomas Hering (Fakultät für Wirtschaftswissenschaft)
    • Dr.-Ing. Jörg Lenhardt (Hagen), „Energieeffiziente Verarbeitung fein granular verteilbarer Lasten auf heterogenen Rechnerverbünden“, Prof. Dr. Wolfram Schiffmann (Fakultät für Mathematik und Informatik).

Den Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender erhielt William Brett Youens, Student im Bachelor Mathematik (Nebenfach Informatik).

Im Anschluss an die Vorträge und Ehrungen hatten alle die Gelegenheit, den zweiten Teil der Ausstellung „Zeitzeuginnen und Zeugen der Zeit 1975-1995“ zu besuchen.

Anja Wetter | 02.12.2016