Auf der Auftaktkonferenz im niederländischen Vlaardingen fiel der Startschuss für das EU-Projekt „CIB – Cities In Balance. Promoting Senior Economy in Europe“. Die Stadt Hagen hat als Projektleiter die Federführung übernommen. Auch zwei Psychologie-Lehrgebiete sowie ein Arbeitsbereich aus der Soziologie der FernUniversität in Hagen sind am Projekt beteiligt.
Prof. Dr. Stefan Stürmer, Lehrgebiet Sozialpsychologie, Prof. Dr. Ingrid Josephs, Lehrgebiet Psychologie des Erwachsenenalters, und apl. Prof. Dr. Dr. h.c. Lothar Bertels, Arbeitsbereich Stadt- und Regionalsoziologie, sind für die wissenschaftliche Begleitung des EU-Projektes verantwortlich. „Wir begleiten kontinuierlich die Kooperation zwischen den Partnern und unterstützen die Evaluation der einzelnen Projekte“, so Prof. Stürmer, „wir überprüfen, ob die jeweiligen Ziele der Projekte erreicht worden sind.“
„CIB“ will die Chancen und Potenziale des demografischen Wandels in nordwesteuropäischen Städten hervorheben. Ziel ist die Entwicklung eines Weiterbildungsprogramms anhand konkreter Beispiele vor Ort. Mit diesem Programm sollen sich Städte auf das Altern der Gesellschaft und die damit verbundenen sozialen Herausforderungen einstellen. Gleichzeitig aber auch die Potenziale des Marktes der Seniorenwirtschaft erkennen. „CIB“ läuft bis Oktober 2011 und hat ein Gesamtvolumen von 5,5 Millionen Euro.
Neben Hagen nehmen die Städte Kaiserslautern, Leverkusen, Brügge und Genk aus Belgien, Vlaardingen, Southampton, Stockport und Leeds aus England sowie die Chamber of Commerce Edinburgh, Schottland, am Projekt teil. Koordiniert wird „CIB“ von der Wirtschaftsförderung Hagen. Mit Sozialpartnern wie Arbeiterwohlfahrt, Caritas oder Wohnungsverein plant die Stadt konkrete Projekte vor Ort. „Es geht darum, die Partizipation von älteren Menschen zu stärken sowie sie in die Stadtteile einzubeziehen“, erklärt Stürmer.
Bereits im Mai 2008 hatte sich die Wirtschaftsförderung Hagen zusammen mit der Stadt Hagen, der FernUniversität sowie sieben Hagener Sozialpartnern erfolgreich um europäische Fördermittel im Rahmen von „CIB“ beworben. Bis 2011 fließen rund 630 000 Euro in die Stadt.
FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de