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Frauen in Kommunalräten

„NRW-Kommunalpolitik aus der Genderperspektive“ – Ergebnisse für die Lehre

„Zunächst klein, aber ausbaufähig!“ So charakterisieren Prof. Dr. Lars Holtkamp und seine Mitarbeiterin Dr. Elke Wiechmann das Projekt „Nordrhein-westfälische Kommunalpolitik aus der Genderperspektive“. Das NRW-Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung stellt zwar „nur“ Mittel für die Zeit vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2011 zur Verfügung, doch sehen sie gute Chancen für eine Verlängerung. Schließlich ist „Genderforschung und -förderung“ einer der Punkte in den Zielvereinbarungen des Landes mit seinen Hochschulen, erläutert Prof. Holtkamp, Lehrgebiet Politikwissenschaft IV: Politik und Verwaltung.

Ihm und Elke Wiechmann – die gleichzeitig wissenschaftliche Angestellte der FernUniversität in Hagen und der Bergischen Universität in Wuppertal ist – geht es um die Frage, wie Frauen in Parlamenten repräsentiert sind. Ganz besonders richten sie ihre Augen auf die Frage, wie ihre Repräsentanz in nordrhein-westfälischen Kommunen ist, verglichen mit Gemeinden in den anderen Bundesländern. Hierbei können die beiden auch auf eigene frühere Untersuchungen zurückgreifen. Nun werden sie eine Auswahl von Gemeinden in ganz Deutschland untersuchen.

Ausgangsfrage für Holtkamp und Wiechmann ist, warum in NRW Frauen in Parlamenten relativ schwach repräsentiert sind. Prof. Holtkamp legt großen Wert darauf, dass die Forschungsergebnisse auch in die Lehre einfließen: „Für die Lehre haben wir ein entsprechendes Modul zu Genderfragen von der FernUniversität erhalten.“ Es wäre das erste Gendermodul in einem FernUni-Bachelorstudium.

Unabhängig von diesem Projekt haben Prof. Holtkamp und Elke Wiechmann zusammen mit Monya Schnittke im Auftrag der heinrich-Böll-Stiftung ein "Genderranking deutscher Mittelstädte" ermittelt

Gerd Dapprich | 08.12.2011
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