Fernstudienzentrum Budapest besteht seit 25 Jahren

Mit einem Festakt in der Deutschen Botschaft in Budapest wurde am 19. Mai das 25jährige Bestehen des Fernstudienzentrums Budapest gefeiert. Es vertritt die deutsche Universität mit den meisten Studierenden, die FernUniversität in Hagen, in Ungarn. Grußworte sprachen S. E. Dr. Heinz-Peter Behr, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Ungarn, Prof. Dr. Ada Pellert, Rektorin der FernUniversität in Hagen, und Dr. Gyula Berke, Prorektor der Universität Pécs. Höhepunkte der Feier waren die Ehrungen ungarischer Absolventinnen und Absolventen der deutschen Universität und die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages der Hagener Hochschule mit der Universität Szeged.

Großer Andrang: Die Bedeutung des Fernstudienzentrums Budapest zeigt sich auch bei Informationsveranstaltungen zum Fernstudium wie hier beim Tag der offenen Tür im Jahre 2014.
Großer Andrang: Die Bedeutung des Fernstudienzentrums Budapest zeigt sich auch bei Informationsveranstaltungen zum Fernstudium wie hier beim Tag der offenen Tür im Jahre 2014.

Seit 1991 studierten und studieren über 1.000 Ungarinnen und Ungarn an der FernUniversität, der mit 77.000 Studierenden größten deutschen Universität. Die Studienmaterialien erhalten sie aus Deutschland.

Das Fernstudienzentrum Budapest bildet die Brücke zwischen Wohnort und Universität und bietet vor Ort eine umfassende Betreuung. Es hilft bei der Planung des Studiums, ermöglicht die Nutzung des virtuellen Studienplatzes und unterstützt die Studierenden in Verwaltungsangelegenheiten. Wissenschaftlich qualifizierte Mentorinnen und Mentoren helfen ihnen in modern ausgestatteten Räumen bei der Bearbeitung des Lehrstoffs, beantworten Fragen und bereiten sie auf Klausuren vor. Zur Verfügung stehen ihnen hier eine Bibliothek und Laptops. Auch mündliche und schriftliche Prüfungen können sie hier ablegen. Die Mentoriate finden unter Verantwortung der Hagener Fakultäten samstags statt. So können auch Studierende teilnehmen, die berufstätig oder an einer anderen Universität immatrikuliert sind.

Mit der Universität Pécs arbeitet die FernUniversität seit vielen Jahren eng in der Lehre zusammen. Durch das Doppelabschlussprogramm der beiden wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten können Studentinnen und Studenten mit zusätzlichen sechs Modulen an der FernUniversität neben ihrem ungarischen Abschluss einen deutschen Universitätsabschluss erwerben. Mit der Andrássy Universität existiert ebenfalls ein Doppelabschlussprogramm.

In dem jetzigen Festakt unterzeichneten die FernUniversität und die Universität Szeged einen Vertrag, der dem Modell der Zusammenarbeit zwischen Hagen und Pécs folgt.

In der Veranstaltung wurden 16 Absolventinnen und Absolventen vorheriger Abschlussjahrgänge geehrt. István Bencze, Absolvent des Studienganges Wirtschaftswissenschaft, berichtete in seiner Rede über die Herausforderungen und Erfolge während des Studiums.

Die Leiterin des Studienzentrums Dr. Györgyi Germán unterstrich, wie wichtig die Präsenz einer deutschen Universität in Ungarn ist. Die FernUniversität hatte sich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs zu ihrem Engagement in Ungarn entschlossen: Ungarische Studierende sollten auf den europäischen Arbeitsmarkt vorbereitet werden. 1991 wurde das Fernstudienzentrum feierlich eröffnet, gefördert wurde es in der Anfangsphase durch das TEMPUS-Programm der Europäischen Union. Seit 2004 wird das Studienzentrum von der Stiftung „Deutschsprachiges Fernstudienzentrum Budapest“ getragen. Die Stiftung wurde von der Gesellschaft der Freunde der FernUniversität e.V. im Jahr 2004 gegründet.

Gerd Dapprich | 19.05.2016