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Laufbahn mit Weitblick

Günther Weidlinger ist Österreichs Rekordläufer

Wissen Sie, was ein Runner´s High ist? Nein? FernUni-Student Günther Weidlinger sagt: „Es ist das absolute Glücksgefühl.“ Läufer erleben es zum Beispiel, wenn sie unter extremer körperlicher Belastung die eigene Schmerzgrenze überwinden und „weitermachen“. Der Körper schüttet große Mengen an Endorphinen und Adrenalin aus. „Man ist regelrecht berauscht davon und will gar nicht mehr aufhören zu laufen“, erklärt der 32-jährige Österreicher. Und er weiß, wovon er spricht. Seine Marathonbestzeit: 2 Stunden, 10 Minuten und 47 Sekunden. In seinem Heimatland hält er – vom 1500-Meter-Lauf bis zur „Königsdisziplin“ – alle Rekorde.


Er läuft und läuft und läuft.....Günther Weidlinger hält in Österreich nicht nur den Marathonrekord. Foto: VCM Victah Sailer Er läuft und läuft und läuft.....Günther Weidlinger hält in Österreich nicht nur den Marathonrekord. Foto: VCM Victah Sailer

Exakt 42,195 km lang ist ein Marathon. Wer halbwegs fit ist, schafft das mit dem Fahrrad. Wer aber diese Strecke schon mal laufend bezwungen hat weiß, dass spätestens bei Kilometer 30 der Kampf zwischen Körper und Geist beginnt. Bei Weidlinger hat bisher immer sein Geist gewonnen. Damit der genauso gut trainiert ist wie sein Körper und vor allem für seine berufliche Karriere nach dem Leistungssport, studiert er an der FernUniversität in Hagen Wirtschaftswissenschaften. Für seine Uni hat er übrigens schon zweimal den Titel bei den Hochschulweltmeisterschaften im Querfeldeinlauf durch unbefestigtes Gelände, dem so genannten Crosslauf, geholt.

Vergleichbar mit einem Runner´s High sei für ihn das Gefühl gewesen, als er im vergangenen Jahr die Nachricht von der bestandenen Bachelorprüfung bekommen hat. „Ich war im Trainingslager in Australien und hatte meine Schwester gebeten, im Internet nach den Prüfungsergebnissen zu schauen. Als sie mir dann mein Resultat mitgeteilt hat, war das eine Mischung aus Freude und Stolz.“ Sich mit dem Bachelor zufrieden zu geben, kam für den Athleten nicht in Frage. Direkt im Anschluss hat er an der FernUni mit dem Masterstudiengang Wirtschaftswissenschaften begonnen.

Läufer sind oft Einzelkämpfer, Weidlinger sieht sich auch so. Im Wettkampf und im Studium. Er ist der Typ, der sich während der Pausen im Trainingslager mit seinen FernUni-Skripten zurückzieht oder zu Hause die virtuellen Angebote der Hagener Hochschule nutzt und am Rechner lernt. Manchmal findet man ihn auch in der Bibliothek der Johannes Kepler Universität Linz, an der mit dem Zentrum für Fernstudien Österreich einer der internationalen Kooperationspartner der FernUniversität in Hagen angesiedelt ist. Viele seiner Klausuren hat er in den FernUni-Studienzentren in München und Nürnberg geschrieben. Wäre das tägliche Lauftraining nicht eine gute Möglichkeit, sich über einen MP3-Player Lerninhalte einzuprägen? „Eher nicht. Ich richte meine volle Konzentration immer auf eine Sache. Selbst Musik im Ohr stört mich beim Training“, erklärt er.

Weidlinger ist jetzt 32 Jahre alt. Seine nächsten beiden großen Herausforderungen sind die Leichtathletik-Europameisterschaft in diesem Jahr in Barcelona und die Olympischen Spiele 2012 in London. Er weiß, dass der Körper den Leistungssport im Idealfall bis Anfang 40 mitmacht und es danach schwer sein wird, ganz oben mitzumischen. Wie es dann weitergehen soll, weiß er aber schon ganz genau. „Ich würde gerne ins Sportmarketing einsteigen, vielleicht bei einem meiner Sponsoren. Deshalb habe ich meine Schwerpunkte im Masterstudium gezielt auf die Bereiche internationales Marketing und Dienstleistungsmanagement gesetzt.“ Eine Laufbahn mit Weitblick.


Manuela Feldkamp | 23.06.2010
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