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Zum dritten Mal bei Olympia

Aika Klein, Olympiateilnehmerin im Short Track und Studentin der Wirtschaftswissenschaft

Shorttrackerin Aika Klein (vorne - Foto: Matthias Kulik) Shorttrackerin Aika Klein (vorne - Foto: Matthias Kulik)

Zum Wintersemester 2003/2004 schrieb sich die Shorttrackerin Aika Klein an der FernUniversität ein: „So konnte ich Sport und Studium miteinander vereinen. Denn Short Track auf Spitzenniveau bedeutet zweimal täglich drei Stunden Training.“ Vom 12. bis 28. Februar nahm sie in Vancouver an ihren dritten Olympischen Spielen teil.

Auf den Punkt genau musste Aika Klein fit sein, wollte sie sich für ihre dritten Olympischen Spiele im Short Track qualifizieren. Wer als deutscher Sportler oder Sportlerin vom 12. bis 28. Februar in Vancouver in der Eisschnelllauf-Disziplin mit dem Massenstart antreten wollte, musste bereits im November bei einem von zwei internationalen Wettkämpfen unter die ersten 16 der Welt laufen. So sieht es die nationale Qualifikationsnorm des Deutschen Olympischen Sportbundes vor.

Eine große Herausforderung für alle Athleten, auch für Aika Klein: „Niemand von uns Deutschen konnte sich vorher sicher sein, es tatsächlich zu schaffen“, verdeutlicht die Studentin der Wirtschaftswissenschaft an der FernUniversität in Hagen die Anspannung vor den Läufen. Umso größer war dann die Erleichterung nach dem ersten Wettkampf: Viertelfinale – das Ticket für Vancouver 2010 war gelöst. Dort lief es für sie leider nicht so wie erhofft.Im Alter von 13 Jahren hatte die gebürtige Rostockerin, die in Dresden lebt und trainiert, das erste Mal Short Track gesehen. Die Geschwindigkeit auf dem Eis und der direkte Wettkampf gegeneinander begeisterten so sehr, dass sie die Sportart selbst einmal ausprobieren wollte, obwohl sie bis dahin gar kein Schlittschuh laufen konnten. „Der Anfang war ziemlich zäh. Alle anderen in meinem Alter waren mir weit überlegen, weil sie entweder vom Eiskunstlauf oder vom Eisschnelllauf kamen“, resümiert die Läuferin des ESV Turbine Rostock die ersten Jahre ihrer Karriere.

Von da ging es jedoch schnell bergauf, sodass sie bereits mit 19 Jahren zur deutschen Nationalmannschaft gehörte. Mittlerweile ist Klein 27 und aus der deutschen Spitze nicht mehr wegzudenken. Ihre internationale Karriere krönte sie Ende Januar bei den Europameisterschaften im eigenen Land mit Staffel-Gold.

War der Weg zum Short Track damals eher einem glücklichen Zufall zu verdanken, so war der Beginn des Studiums an der FernUniversität Hagen hingegen eine vollkommen bewusste Entscheidung. Zum Wintersemester 2002/2003 hatte sie an der Universität Rostock angefangen, Sport und Erziehungswissenschaft zu studieren. Schnell merkte sie, dass dies nicht der richtige Weg für sie ist. Zum einen waren die vielen Fehlzeiten durch Training und Wettkämpfe problematisch. Zum andere fühlte sie sich im Präsenz-Studiengang insgesamt nicht richtig aufgehoben. Die Shorttrackerin: „Ich habe mich dann gefragt, wie es weitergehen soll und mich entschieden, mich voll auf meinen Sport zu konzentrieren, da ich noch viel Entwicklungspotential bei mir gesehen habe. Aber auch auf meinem Bildungsweg wollte ich gleichzeitig vorankommen.“

Durch Recherchen im Internet wurde sie auf die FernUniversität aufmerksam und hier besonders auf den Studiengang Wirtschaftswissenschaft. Zum Wintersemester 2003/2004 schrieb sie sich dort ein. „So konnte ich Sport und Studium miteinander vereinen. Denn Short Track auf Spitzenniveau bedeutet zweimal täglich drei Stunden Training.“Die ersten Jahre ihres Studiums waren – wie auch der Anfang ihrer Sportkarriere – recht hart. Wirtschaftswissenschaft war für sie vollkommenes Neuland und die Präsenzveranstaltungen im Studienzentrum in Leipzig konnte sie aufgrund des vielen Trainings nur selten wahrnehmen. Aber wie in ihrem Sport hat sie auch hier gelernt sich durchzubeißen: „Im März habe ich meine letzte Prüfung und nach dem nächsten Wintersemester möchte ich im Bereich Marketing meine Diplomarbeit schreiben. In der Zeit dazwischen mache ich ein Praktikum, um mein theoretisches Wissen von der Uni praktisch zu erweitern.“

Der Grundstein für die zweite Karriere nach dem Sport ist also bereits gelegt und diese beginnt für Klein schon sehr bald: „Mit 27 gehöre ich beim Short Track schließlich schon zum ‚alten Eisen’.“

Carina Mette | 04.03.2010
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