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Für Jörg Desel ist „die FernUni eine gute Adresse“

Ehemaliger FernUni-Student ist neuer Professor für Software Engineering in Hagen

Prof. Dr. Jörg Desel ist seit 1. Juli neuer Professor für Software Engineering an der FernUniversität in Hagen. Damit tritt er die Nachfolge von Prof. Dr. Hans-Werner Six an, der mit dem Ende des Wintersemesters 2009/2010 aus dem Dienst der FernUniversität ausgeschieden ist. Desel hatte zuvor einen Lehrstuhl für Angewandte Informatik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Am 30. Juni erhielt er die Ernennungsurkunde vom Rektor der FernUniversität Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer.

Urkundenüberreichung Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer überreicht Prof. Dr. Jörg Desel die Ernennungsurkunde

Derzeit ist Desel damit beschäftigt, sein neues Büro einzurichten. Ab September will er vollständig nach Hagen umgezogen sein. Auf die Arbeit an der FernUniversität freut er sich schon: „Die FernUni ist eine gute Adresse. Die Kollegen, die ich hier bereits kenne, sind sehr angesehen.“ Neben seinem Forschungsschwerpunkt liegt ihm der Bereich E-Learning besonders am Herzen: „Ich denke, dass ich manche E-Learning-Konzepte hier besser verwirklichen kann, als an einer Präsenzuniversität.“

Sein Forschungsschwerpunkt ist die Prozessmodellierung, insbesondere in den Bereichen Informationssysteme (Geschäftsprozesse) und eingebettete Systeme. „Eingebettete Systeme sind Computer und ihre Programme innerhalb einer Maschine, beispielsweise innerhalb eines Autos oder eines Flugzeugs“, erklärt Desel.

Bei der Modellierung von Prozessen geht es darum, Software nach den speziellen Bedürfnissen ihrer Anwender zu gestalten. Desel legt bei der Entwicklung besonderen Wert darauf, bereits auf der Ebene des Modellierens mit formalen Modellen zu arbeiten. So können Ergebnisse der Softwareentwicklung schon in frühen Phasen durch Simulation gezeigt werden. „Außerdem lassen sich Modelle besser analysieren und auf Vollständigkeit überprüfen“, erläutert der Informatiker seinen Ansatz.

Geboren wurde Jörg Desel 1959 in Frankfurt am Main. Aufgewachsen ist er in Hamburg und in der Nähe von Köln. Nach dem Abitur machte er zunächst eine Ausbildung zum Mathematisch-Technischen Assistenten. Parallel zu seinem Zivildienst studierte er bereits Informatik an der FernUniversität in Hagen. Mit dem Ende des Zivildienstes wechselte er an die Universität Bonn, wo er 1988 sein Informatik-Diplom machte. Er promovierte an der Technischen Universität München und habilitierte sich 1997 an der Humboldt-Universität zu Berlin. Anschließend wechselte er als Dozent an die Universität Karlsruhe, bevor er 1999 den Ruf nach Eichstätt erhielt. Desel ist im Präsidium der Gesellschaft für Informatik als Sprecher des Fachbereichs Informatik und Ausbildung/Didaktik der Informatik. Zudem sitzt er in zahlreichen Steuerungsgremien für internationale Konferenzen.

Spielte Desel früher in einer Rockband und hatte großes Interesse an den damals neuesten Synthesizern, so zählt heute das Klavierspielen zu seinen Hobbys. In einer anderen Hinsicht hat sich sein Geschmack jedoch nicht verändert: „Ich fahre seit 32 Jahren einen alten Heinkel-Roller.“

Carina Grewe | 01.09.2010
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