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Unterwegs mit Mathebuch und Mikro

Der Wissenschaftsjournalist Giuseppe Guglielmi erhält sein IT-Fachwissen als FernUni-Student

Der Rundfunkjournalist Giuseppe Guglielmi aus Italien hat sich in Deutschland eine besondere Nische gesucht: Wissenschaft und IT sind seine Themenschwerpunkte. Das besondere Fachwissen, das für seine Arbeit nötig ist, bekommt er an der FernUniversität in Hagen. Hier studiert er Wirtschaftsinformatik.

Giuseppe Guglielmi spricht perfektes Deutsch – flüssig und ohne Fehler. Dennoch hört man ihm an, dass er nicht in Deutschland geboren ist. Wie sein Name bereits vermuten lässt, ist Italien sein Heimatland. Guglielmi arbeitet in Deutschland als Rundfunkjournalist. Gegenüber seinen Kolleginnen und Kollegen mit Deutsch als Muttersprache ist er häufig im Nachteil. Um diesen auszugleichen, hat er sich eine besondere Nische gesucht: Wissenschaft und IT sind seine Themenschwerpunkte. Das besondere Fachwissen, das für seine Arbeit nötig ist, bekommt er an der FernUniversität in Hagen. Hier studiert er Wirtschaftsinformatik.

Giuseppe Guglielmi (rechts) interviewt einen FernUni-Mitarbeiter.

Das Wissen aus dem Wirtschaftsinformatik-Studium hilft Guglielmi in seinem Beruf gleich in zweifacher Hinsicht. Zum einen kennt er bei seinen IT-Beiträgen nun die entsprechenden Hintergründe. Zum anderen ist ihm beim Lernen auch schon häufig eine gute Idee für neue Themen eingefallen. Er betrachtet seine Lernmaterialen nicht nur als Student, sondern immer auch als Journalist. Vor einiger Zeit hatte er beispielsweise den Kurs „Sicherheit im Internet“ bei Prof. Dr. Jörg Keller aus dem Lehrgebiet Parallelität und VLSI belegt. „Beim Lernen habe ich mir gedacht, das ist doch ein sehr interessantes Thema.“ Kurze Zeit später gab es einen Radiobeitrag zu digitalen Signaturen.

Als Austauschschüler in Bayern begann Guglielmis Liebe zu Deutschland. Eine Fortsetzung fand sie in den beiden Semestern, die der junge Italiener als Student mit Förderung durch das Erasmus-Programm in Freiburg verbrachte. Eigentlich studierte er in Florenz Politikwissenschaft. Doch auch seine Abschlussarbeit ließ ihn häufig nach Deutschland reisen: „Die Deutschland-Politik Frankreichs von 1944 – 46“ lautete das Thema, das ihn in deutsche Archive führte. 1992 siedelte er dann komplett über.

Auf der Suche nach der Nische

Seine Leidenschaft für den Journalismus und hier insbesondere für den Rundfunkjournalismus entdeckte Guglielmi ebenfalls bereits während seiner Schulzeit. Für einen kleinen, privaten Radiosender stand er als Schüler einmal pro Woche vor dem Mikrofon. In Deutschland setzte er seine journalistische Tätigkeit zunächst für ein italienisches Magazin fort. Seit 1993 arbeitet er für den WDR, hauptsächlich für Funkhaus Europa und Leonardo, die Wissenschaftssendung auf WDR5. Da er sich schon seit seiner Kindheit für Informatik interessierte, fiel es ihm nicht schwer, sich auf IT-Themen zu spezialisieren. „Irgendwann kam dann aber das Bedürfnis, meine Kenntnisse systematisch zu vertiefen. Ich wollte mich weiterbilden“, erklärt Guglielmi.

Bei der Suche nach einer geeigneten Einrichtung für seine Fortbildung ging er sehr zielgerichtet vor. Er recherchierte im Internet, welche Institutionen es in Deutschland gibt, was sie anbieten, was sie kosten und wie gut ihr Ruf ist. Zudem waren ihm höchste Flexibilität und erstklassige Qualität wichtig. „Die FernUniversität in Hagen war genau das, was ich gesucht hatte. Das Niveau ist sehr hoch. Ich habe maximale Flexibilität und das alles für wenig Geld. Ein Preisleistungsverhältnis, das keine andere Institution bietet. Da kann man sich nur freuen, dass es so etwas gibt“, bringt der Italiener seine Begeisterung für die FernUni auf den Punkt.

Seit drei Jahren studiert er mittlerweile in Hagen. In diesem Sommersemester belegt er erstmals zwei Kurse, bisher reichte seine Zeit jeweils nur für einen Kurs pro Semester. Den Bachelorabschluss hat er jedoch fest vor Augen. „Und danach kann ich mir auch noch vorstellen weiter zu machen.“

Im Laufe seines Studiums hat der 42-Jährige die FernUniversität in Hagen erst einmal gesehen. Dies jedoch aus rein beruflichen Gründen. Vor wenigen Monaten war er für ein Interview bei Dr.-Ing. Andreas Bischoff aus dem Lehrgebiet Prozesssteuerung und Regelungstechnik zu Gast, um über dessen Pediaphon zu berichten. Auch hier half ihm sein Technikwissen weiter.

Seine berufliche Zukunft sieht Guglielmi an der Schnittstelle zwischen Journalismus und IT. Sehr gut vorstellen kann er sich beispielsweise einen Job im Online-Bereich. „Wenn man weiß, was technisch möglich ist und journalistisch angestrebt wird, eröffnen sich neue Chancen. Früher oder später werde ich diese Nische besetzen.“

Carina Grewe | 09.03.2011
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