FernUni de Janeiro: Gold, Silber und Bronze

Fußballer Lukas Klostermann im Zweikampf gegen seinen brasilianischen Gegenspieler
Silber für Lukas Klostermann, hier im Finale gegen Brasilien. Foto: ELSON ALMEIDA/AFP/Getty Images

Gold, Silber und Bronze: Studierende der FernUniversität in Hagen haben bei den Olympischen Sommerspielen in Rio einen kompletten Medaillensatz gewonnen. Fußballerin Kathrin Hendrich (Bildungswissenschaft) jubelte als Ersatzspielerin mit der deutschen Frauenelf über Gold. Nach der bitteren Niederlage im Finale im Elfmeterschießen gegen Brasilien war für Fußballer Lukas Klostermann (Wirtschaftswissenschaft) nach der ersten Enttäuschung Silber ein absoluter Gewinn. Mit Bronze erfüllte sich Handballer Julius Kühn (Wirtschaftswissenschaft) seinen Traum von Edelmetall.

Vereinbarkeit von Studium und Hochleistungssport

Den Traum von Olympia leben und sich parallel mit einem Studium an der FernUniversität auf die Zeit nach der Sportkarriere vorbereiten - dieses Ziel haben alle Olympionikinnen und Olympioniken de FernUni gemeinsam. „Ich bin sehr glücklich, dass mir die Möglichkeit gegeben ist, an der Fernuni in Hagen zu studieren“, sagt Kathrin Hendrich. „Durch das Fernstudium kann ich mein Lernpensum selbst bestimmen und es somit optimal mit meinem Trainingsplan kombinieren.“

Das schätzen auch Fußballer Lukas Klostermann und Handballer Julius Kühn an ihrem Fernstudium (beide Bachelor Wirtschaftswissenschaft). „Es ist natürlich nicht ganz so einfach während der Vorbereitung und der Olympischen Spiele sich mit dem Studium auseinanderzusetzen“, räumt Julius Kühn ein. „Aber man kann sich seine Zeiten zum Lernen optimal einteilen, sodass sich das Fernstudium perfekt mit dem Leistungssport verbinden lässt.“

Kooperation mit den Olympia-Stützpunkten

Seit 2012 kooperiert die FernUniversität in Hagen mit den Olympia-Stützpunkten in Deutschland und hat damit die aufgrund des Fernstudiums ohnehin schon gute Vereinbarkeit von Hochleistungssport und Studium weiter ausgebaut. Mitfiebern mit den FernUni-Studierenden bei den Olympischen Sommerspielen - das war auch jenseits der populären Mannschaftssportarten möglich. Mit insgesamt zehn Olympionikinnen und Olympioniken war die FernUniversität mittendrin beim größten Sportevent der Welt.

Handballer Juliuas Kühn jubelt mit der Nationalmannschaft
Erst Europameister, jetzt Bronze bei Olympia: Julius Kühn erfüllt sich mit Edelmetall in Rio einen Traum. Foto: Photo by Lars Baron/Getty Images

Für Tennisspielerin Laura Siegemund war Olympia in Rio ein Höhepunkt ihrer Sportkarriere und ein „Erlebnis fürs Leben“. Die Psychologie-Studentin spielt derzeit das beste Tennis ihrer Karriere und schaffte es bei ihrer ersten Olympia-Teilnahme mit guten Leistungen bis ins Viertelfinale, in dem sie gegen die spätere Goldmedaillengewinnerin Monica Puig verlor. „Auf dem Tennisplatz läuft es derzeit bombig. Dennoch ist mir mein Studium sehr wichtig“, sagt Siegemund, die nach ihrem Bachelor-Abschluss zeitnah den Master in Psychologie in Hagen in Angriff nehmen will.

Europameisterin Cindy Roleder (Bachelor Politikwissenschaft, Verwaltungswissenschaft und Soziologie) schaffte in Rio den Sprung ins Finale über 100 Meter Hürden. Die Konkurrenz aus den USA war allerdings zu schnell.

FernUni-Duo in einem Boot

Annika Bochmann (Bachelor Wirtschaftswissenschaft) und Marlene Steinherr (Master Psychologie) teilen nicht nur ihre Leidenschaft fürs Segeln, sondern auch die fürs Fernstudium. Die Wettfahrten in der 470er Klasse beendete das Duo in Rio mit Platz 16, ebenso wie Gewichtheber Alexej Prochorow (Bachelor Mathematik) seinen Wettkampf im Superschwergewicht. Der Sportsoldat hatte sich für Olympia eine Auszeit vom Lernen genommen. „Ich bin froh, dass dies an der FernUni so einfach möglich ist“, sagt er. „Ich kann das komplette Studium so planen, wie mein Sport es mir erlaubt.“

Carolin Annemüller | 25.08.2016