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Über den Tellerrand des eigenen Fachs

Dr.-Ing. Herwig Unger auf die Professur Kommunikationsnetze berufen

Fast genau zwanzig Jahre nach seinem Studienstart in Informatik wurde Dr.-Ing. Herwig Unger auf die Professur Kommunikationsnetze der FernUniversität in Hagen berufen. Seine Ernennungsurkunde zum Professor erhielt Unger jetzt von FernUni-Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer.

Unger vertrat die Professur Kommunikationsnetze an der FernUniversität bereits seit dem Start des laufenden Wintersemesters. Er betreut in der Fakultät für Mathematik und Informatik derzeit bereits bestehende Kurse aus den Fächern Elektrotechnik und Informatik, vor allem aus den auslaufenden Diplomstudiengängen. Ein eigenes Kursangebot wird er jetzt aufbauen.

Der frisch berufene Professor für Kommunikationsnetze versteht sich weder als reiner Informatiker noch als E-Techniker alter Schule: „Kommunikationsnetze sind mehr als nur Internet“, erklärt er. Telefon-, Fax- und Videoangebote verschmelzen zwar mehr und mehr in einem Netzwerk. Das jedoch baut auf verschiedenen Technologien auf. „Neue Dienste kommen hinzu, einzelne Dienste sind heute nicht mehr so klar unterschieden wie früher, darauf müssen wir auch in der Forschung reagieren“, erklärt er: Er tut das mit Blicken und Kontakten selbst noch in die Mathematik, die Physik, die Betriebswirtschaft und die Logistik.

Im Herbst 1986 hatte Unger sich an der TU Ilmenau zum Studium der Informatik eingeschrieben, das er 1991 mit dem Diplom abschloss. 1994 wurde er von der TU Ilmenau mit seinen „Untersuchungen zur Implementierung von Petri-Netz-Modellen auf Mehrprozessorsystemen" promoviert; er habilitierte sich im Jahr 2000 in Rostock. Sein Habilitationsthema waren „Untersuchungen zum Ressourcenmanagement in großen, verteilten Systemen". Seither forschte und lehrte Unger an der Universität Rostock, von der er auch einige Mitarbeiter nach Hagen mitbringt.

Von der Ostseeküste ins Ruhrgebiet – ein großer Schritt, den Unger während der Zeit seiner Professurvertretung an der FernUniversität bereits gründlich vorbereitet hat. „Industriepartner für die Forschung waren von Rostock aus vor allem in Hamburg oder Berlin zu suchen – hier sind die Wege kürzer“, hat er beobachtet. Natürlich wird er nach wie vor beispielsweise mit Airbus in Hamburg zusammenarbeiten, doch neue Kooperationen liegen jetzt nahe.

„Es ist aber auch sehr gut für die FernUniversität, dass wir Sie haben“, erwiderte darauf Rektor Hoyer bei der Urkundenübergabe. Schließlich könne Unger mit seiner Qualifikation eine Brücke zwischen Informatik und Elektrotechnik schlagen. Da sei derzeit ein „Spagat in der Kursbetreuung“ zu schaffen, wie Hoyer sich ausdrückte: Klassisch elektrotechnische und informatische Kurse aus den Diplomstudiengängen müssen weiter betreut werden. Gleichzeitig entstehen neue Kurse mit Wissen, das sowohl Ingenieure als auch Informatiker für ihre Qualifikation brauchen: „Wir müssen über den Tellerrand unserer eigenen Fächer gucken“, betonte deshalb Fakultäts-Dekan Prof. Dr. Hans-Werner Six. „Mit Prof. Unger werden wir hier einen guten Weg finden.“

Ernennung Unger Unterschrift unter ein wichtiges Dokument: Prof. Dr.-Ing. Herwig Unger quittiert FernUni-Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer den Erhalt seiner Berufungsurkunde.

Anemone Schlich | 31.01.2007
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