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FernUni-Studentin wandert nach Praktikum in Stockholm aus

Eine Frau sitzt am Ufer eines Gewässers. Im Hintergrund sind Häuser und Boote zu sehen: FernUni-Studentin Carolin Schreiner sitzt auf Stockholms City-Insel Djurgarden.
Carolin Schreiner sitzt auf Stockholms City-Insel Djurgarden.

Stockholm war nicht ihr Traumziel. Doch dann verliebte sich Carolin Schreiner während eines Auslandspraktikums in die schwedische Hauptstadt. Im Mai wandert die 23-jährige FernUni-Studentin aus nach Stockholm. „Sogar die Dunkelheit macht mir nicht mehr so viel aus“, lacht sie am Telefon. „Ich habe mein Englisch verbessert und noch viele andere Menschen aus anderen Ländern getroffen.“ Jetzt steht auch Schwedisch auf ihrem Stundenplan. Ihr Studium der Psychologie wird sie mitnehmen, um ihren Abschluss an der FernUniversität in Hagen zu machen. „Die Flexibilität ist das Tolle am Fernstudium.“

Geplant hatte Carolin Schreiner, zwei Monate in Stockholm zu bleiben. Sie ist schon immer gern gereist und verbrachte nach dem Abitur in der Pfalz ein Jahr in den USA. „Ich wollte unbedingt noch einmal eine neue Kultur kennenlernen und unvergessliche Erfahrungen sammeln“, erzählt sie. Also entschied sie sich für ein Auslandspraktikum, da sie dadurch ihr Studium mit weiteren Qualifikationen und Zusatzerfahrungen verbinden konnte.

Unterstützung bei Formalitäten

Am Ende ermöglichte ihr das Erasmus+-Programm den Aufenthalt durch finanzielle monatliche Unterstützung. Die Uni Stockholm hatte konkret nach Praktikantinnen und Praktikanten gesucht. Bei den Formalitäten für die Erasmus-Bewerbung half Schreiner die Abteilung Forschung und Internationale Angelegenheiten im Dezernat 1 der FernUniversität in Hagen.

Infos

Erasmus+ ist das Programm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union. Bis 2020 werden mehr als vier Millionen Menschen von den EU-Mitteln (rd. 14,8 Mrd. Euro) profitieren. Erasmus+ im Hochschulbereich fördert vor allem Studierende, Hochschulen und Hochschulpersonal aus dem nicht akademischen Bereich. Die FernUniversität vergibt jedes Jahr Mobilitätsstipendien an Studierende und Personal. Das Labor an der Uni Stockholm vergibt auch in diesem Jahr wieder Praktikumsstellen.

Kontakt: Mareike Siewert, Dez. 1.2

Das hat die Bachelor-Studentin bei diesem Prozess gelernt: „Für einen Auslandsaufenthalt muss man sich vorbereiten. Ich habe vorher auch Geld angespart, da ein Auslandsaufenthalt mit hohen Kosten verbunden und zudem Schweden noch ein sehr teures Land ist.“ Versicherungen, Flüge, eine Wohnung… – Carolin Schreiner suchte zusammen mit einer Freundin, die ebenfalls ein Praktikum in Stockholm absolvierte.

Im September 2015 ging es los, bis Dezember 2015 arbeitete Schreiner an der Stockholm University in einem Labor im Department of Psychology. Sie konnte verschiedene Studien zu den Themen Memory, Metacognition und Multitasking durchführen, Daten auswerten und Kolloquien besuchen. „Für mein Studium und auch für mich selbst war es eine Bereicherung und ich habe sehr viel dazugelernt und neue Kompetenzen gewonnen. Ich habe Einblick ins Berufsleben bekommen und habe mich weiterentwickelt“, sagt die Vollzeitstudentin. „Es ist eine Erfahrung, die man niemals vergisst.“

Praktikum und Förderung verlängert

Schon nach einem Monat schmiedete sie Pläne zu bleiben und verlängerte ihr Praktikum. Auch die Erasmus-Förderung verlängerte sich. Im Januar kam sie zurück nach Mannheim, um wiederum ein – lang ersehntes – Praktikum in der Kinderpsychiatrie in Heidelberg anzutreten. Da stand ihr Plan schon fest, nach Schweden auszuwandern. Carolin Schreiner hatte sich in das skandinavische Land, seine Kultur und die Menschen verliebt.

Eins bleibt auch: „Ich möchte auf jeden Fall im psychologischen Bereich arbeiten. Das war schon immer mein Wunsch“, sagt Carolin Schreiner. Sie wird versuchen, ihren Berufswunsch in Stockholm in die Tat umzusetzen. Denn inzwischen zieht es sie auch der Liebe wegen in den Norden. „Im Prinzip ist es als Europäerin nicht so schwer, allerdings sind die englischsprachigen Jobs schon begrenzt.“

Ihre Familie in der Pfalz wird die 23-Jährige vermissen. Ein Trostpflaster: Ihre Eltern und ihr jüngerer Bruder haben bereits den Sommerurlaub in Stockholm geplant. Schweden steht auf Familie Schreiners Liste längst ganz oben.

Anja Wetter | 19.05.2016
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