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Wiegeschritt

Was fuchtelt der denn da so mit seinem linken Arm herum? Wieso schwenkt seine Hand immer von einer Seite zur anderen? Und jetzt schwingt auch noch der ganze Oberkörper hin und her! Und warum sehe ich die ganze Zeit eigentlich immer dieselbe Folie?

Viele von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, hören öfter Vorträge. Die Vortragenden erstellen dafür am Computer eine Powerpoint-Präsentation und spielen diese dann auf einer Leinwand ab. Manche Präsentationen sind einschläfernd, andere fesselnd – und bei wieder anderen stehlen sie sich selbst die Show. Gut, Vorträge werden erst durch den Einsatz von gezielter Mimik und Gestik richtig lebendig. Die Betonung liegt hierbei allerdings auf „gezielt“.

Powerpoint-Vorführungen kann man heute ja bereits durch Gesten steuern. Was in der Praxis aber nicht immer klappt. Und wenn es richtig schlecht läuft, kommt das Publikum sogar in die Verlegenheit, an der Seriosität des oder der Vortragenden zweifeln zu müssen. Manch verwunderliches Gebaren wie penetrantes Winken oder nervöse Zuckungen lenkt die Zuhörerinnen und Zuhörer doch eher ab und erzielt im schlimmsten Fall noch nicht einmal die gewünschte Wirkung – nämlich, dass die nächste Vortragsfolie angezeigt wird, ohne dass jemand eine Taste anklicken muss.

Bevor Sie als Leserin oder Leser dieses Newsletters bei Ihrer nächsten Präsentation verzweifeln: Ihnen kann jetzt schnell und unbürokratisch geholfen werden. Dr. Bernhard Fechner, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Fakultät für Mathematik und Informatik der FernUniversität, hat eine Software entwickelt, bei der ein harmloser Schritt zur Seite und zurück die Powerpoint-Präsentation eine Seite vorspringen lässt. Vorgeführt hat er sie bereits auf der CeBIT.

Natürlich haben wir uns in der Stabsstelle Presse & Öffentlichkeitsarbeit der FernUniversität die Zukunft der Präsentation einmal ausgemalt: Elegant tänzelnd bewegen Sie sich zukünftig vor der Leinwand mit den Worten „Hier sehen Sie...“. Multimediale Vorträge erhalten dabei eine ganz neue Dimension: Für einen Vortrag über den „Wiener Kongreß“ schlage ich einen Walzer vor, für „Die Jugend heute“ vielleicht eine Punker-Pogo-Rempelei, vielleicht aber auch einen Foxtrott, je nach inhaltlicher Tendenz.

Ein schönes Wochenende – es könnte ja die Gelegenheit bieten, die Resterinnerungen an Wie-ge-schritt und Co. aus der Tanzschule wieder aufzufrischen.

Gesche Quent | 11.03.2009
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