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Davon profitiert die gesamte FernUniversität

Erstes Gleichstellungskonzept in Kraft

Das erste Gleichstellungskonzept der FernUniversität in Hagen ist seit 16. Februar in Kraft. Von dem Konzept und seiner Umsetzung profitieren alle FernUni-Angehörigen.

So honoriert das Land NRW Erfolge in der Gleichstellung mit höheren Zuwendungen aus der Leistungsorientierten Mittelvergabe. Das kommt Lehre, Wissenschaft und Verwaltung zugute. Die FernUni kann ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern. „Die Vereinbarkeit von Familie und Hochschultätigkeit soll für alle Beschäftigten und Studierenden durch gezielte Maßnahmen wie eine Kindernotfallbetreuung verbessert werden“, nennt Gleichstellungsbeauftragte Melanie Graf ein weiteres Beispiel. Sie hat in Kooperation mit der Vorsitzenden der Gleichstellungskommission, Kanzlerin Regina Zdebel, das Konzept entwickelt.

Arbeitsfelder, Ziele und Maßnahmen

Eng angebunden an den Hochschulentwicklungsplan (HEP) der FernUni beinhaltet es Aufgabenbereiche, Ziele und Maßnahmen, um dessen strategisches Entwicklungsziel „Gender Mainstreaming“ – die bewusste Wahrnehmung, Berücksichtigung und den Ausgleich sozialer Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern – in allen Bereichen und auf allen Ebenen zu erfüllen. Die FernUniversität nimmt damit auch das Ziel „geschlechtergerechte und familienfreundliche Hochschule“ in ihr Profil auf.

Das Konzept formuliert acht Aufgabenbereiche: Studium, Promotionen und Habilitationen, Professuren, finanzielle Anreizsysteme zur Frauenförderung, Forschung und Lehre, Vereinbarkeit von Familie und Hochschultätigkeit, geschlechtsdifferenzierte Datenerhebung und Evaluation. „Gender Mainstreaming“ ist zwar ein eigenständiger Aufgabenbereich, ist aber mit den anderen eng verbunden. Für jedes Arbeitsfeld wurden Ziele definiert, der Ist-Zustand gegenübergestellt, daraus resultierend Maßnahmen zur Zielerreichung festgelegt und die Kosten kalkuliert.

So soll der Frauenanteil an den Professuren erhöht werden. Heute sind nur 10 von 79 von Frauen besetzt (13 Prozent), vor allem, weil Frauen oft schlechtere Karten haben, weil ihre wissenschaftliche Karriere durch Mutterschaft und Erziehungszeiten Brüche aufweist. Einen Berufungsleitfaden zur Berücksichtigung von Gleichstellungsaspekten und der Beteiligung der Gleichstellungsbeauftragten gibt es an der FernUni schon. Eine weitere Maßnahme im Konzept sind finanzielle Anreize für die Fakultäten, Professorinnen zu berufen.

Aufgrund des Konzepts können jetzt Mittel aus dem Professorinnenprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung beantragt werden. „Es unterstützt damit nur die Hochschulen, die ein zukunftsorientiertes Gleichstellungskonzept haben und die nachweisen können, dass sie die Repräsentanz von Frauen auf allen wissenschaftlichen Qualifikationsstufen erhöhen wollen“, erklärt Graf.

Wettbewerbsfähigkeit steigern

Mit Inkrafttreten des Hochschulfreiheitsgesetzes konkurrieren die Hochschulen unter anderem verstärkt um die leistungsorientierten Vergabemittel des Landes NRW. Ihre Verteilung orientiert sich u.a. an den Gleichstellungserfolgen.

Die FernUni hat in ihrem Konzept im Aufgabenbereich „Studium“ eben dieses Ziel formuliert. Der Studentinnenanteil soll insbesondere in den Fächern, in denen sie unterrepräsentiert sind, soll erhöht werden. Die Fakultät für Mathematik und Informatik verzeichnet zum Beispiel einen Studentinnenanteil von 18 Prozent. „Mit gezieltem Marketing und Studienberatung sollen vor allem Frauen auf diese Fächer hingewiesen werden“, sagt Graf. Das gilt aber auch umgekehrt, denn die Fakultät Kultur- und Sozialwissenschaften hat einen Studentinnenanteil von 65 Prozent.

Familiengerecht sein

Zur Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit durch erhöhte Reputation strebt die FernUniversität - wie etliche andere Hochschulen in NRW – die Zertifizierung „audit familiengerechte Hochschule“ an. Grundlage dafür ist der HEP und das Gleichstellungskonzept. .Bei einem „Audit“ – der Beurteilung der Wirksamkeit des Qualitätssicherungssystems – wird geprüft, ob die Elemente von HEP und Konzept das Ziel „familiengerechte Hochschule“ wirksam unterstützen. Erste Gespräche mit der berufundfamilie GmbH, die die Auditierung für Hochschulen unter Schirmherrschaft der Bundesfamilienministerin und des Bundeswirtschaftsministers durchführt, gab es bereits. „Wir wären die erste Fernstudieneinrichtung, die das Zertifikat bekommt“, erklärt Graf. Wir werden an dieser Stelle über den weiteren Verlauf berichten.

Manuela Feldkamp | 02.03.2010
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