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Hochschule mit Fernwirkung

Drei Männer stehen auf dem Campus an einer blauen Stele
Die Bauarbeiten sind in vollem Gang: Dezernent Wolfram Krunke, Abteilungsleiter Dietmar Günther und Projektbetreuer Andreas Gocz (v.l.) beim Rundgang auf dem Campus. (Foto: FernUniversität, Pressestelle)

Die FernUniversität in Hagen hilft Studierenden dabei, ihre Ziele zu erreichen – nicht nur in Sachen Bildung: Damit Gäste von außerhalb noch schneller zum Hagener Campus finden, kennzeichnen bald meterhohe Fahnenmasten die Einfahrt zur Universitätsstraße. Fünf farbige Flaggen repräsentieren die FernUni und ihre vier Fakultäten. Weitere Banner heißen die Gäste rechts vor den Treppen willkommen, die von den Parkplätzen hinauf bis zum zentralen Campusbereich, dem „Roten Platz“, führen.

Beflaggung und Übersichtspläne

Die Beflaggung ist das auf den ersten Blick auffälligste von zahlreichen Projekten, die bis Jahresende 2017 im Zusammenhang mit dem neuen Campus-Leitsystem umgesetzt werden. Andreas Gocz von der Gebäudeverwaltung betreut das Vorhaben vom ersten Tag an und ist vom Konzept überzeugt: „An den sieben Stellen, wo Fußwege beginnen, geben Stelen mit Campusplänen einen ersten Überblick für Besucherinnen und Besucher. Anschließend leiten Richtungswegweiser zu den verschiedenen Gebäuden, deren wichtigste Eingänge nun deutlich gekennzeichnet sind. Außerdem werden die bisherigen Gebäudenamen durch Nummern ergänzt, sodass sich Gäste leichter orientieren können.“

Nicht nur die Gebäude sind fortan gut sichtbar beschildert, das Leitsystem hilft ebenfalls dabei, sich innerhalb der Häuser zurechtzufinden: „Auch für die Eingangsbereiche sind Übersichtspläne vorgesehen, zudem werden die einzelnen Bauteile und Funktionsräume klar ausgewiesen: Seminarräume und Besprechungsräume, aber genauso Teeküchen, WCs oder Kopierräume erhalten um die Türrahmen herum blaue Markierungen.“

Fair und nachhaltig

Für alle, die den Campus über die Universitätsstraße ansteuern, werden Lieferwege und Parkmöglichkeiten besser ausgewiesen. Die ersten Hinweisschilder stehen bereits. Auch Behinderten- und Frauenparkplätzen sind so einfacher zu finden

Ein weiteres Highlight ist das neue Beleuchtungskonzept. Sogenannte „Wallwasher“ strahlen die Fassaden der FernUni an. „Insgesamt soll der ganze Campus viel heller werden“, erklärt Gocz. Trotzdem wird unterm Strich Strom gespart: Alle Laternen auf dem Gelände leuchten jetzt mit energieeffizienten LEDs.

Barrierefrei

Darüber hinaus werden mit dem neuen Leitsystem Barrieren für Menschen mit gesundheitlicher Beeinträchtigung abgebaut: Jede Begrüßungsstele trägt Kennzeichnungen in Brailleschrift und hat auch sonst ein erhabenes Profil. Auf diese Weise kann der Campusplan nicht nur visuell, sondern bei Bedarf haptisch erschlossen werden. Dem gleichen „Zwei-Sinne-Prinzip“ folgt ein dreidimensionales Campus-Modell im Maßstab 1:500, das auf dem „Roten Platz“ errichtet wird. Es ist – genauso wie die übrigen Elemente – in seiner Höhe für Menschen im Rollstuhl angepasst. Sämtliche Darstellungen besitzen zudem einen klaren Farbkontrast. Somit sind die Beschriftungen leichter zu erkennen, was zum Beispiel Farbenblinden hilft. Akustische Unterstützung gibt es bei Bedarf aus dem Servicezentrum, dessen Nummer an mehreren Stellen in Brailleschrift vermerkt ist.

Auch in Sachen Gleichstellung ist das Leitsystem auf der Höhe der Zeit. „Am Wickeltisch wechselt eine männliche Figur die Windeln des Babys, während im Hörsaal eine Frauenfigur doziert“, weist Andreas Gocz auf die eigens für die FernUni entworfenen Raumsymbole hin. Generell entspricht alles dem offiziellen Corporate Design der Hochschule – von den Formen der Schilder über die Schriftzüge und Farben bis hin zu den Rundungen der ikonischen Männchen. Auf die einzigartige und zugleich nutzerfreundliche Gestaltung ist Andreas Gocz besonders stolz: „So individuell die FernUni ist, so maßgeschneidert sollte auch ihr Leitsystem sein.“

Das Bild zeigt, wie das Campusmodell aussehen soll, das auf dem zentralen „Roten Platz“ aufgestellt wird. Es wird aus Corian, einem besonders widerstandsfähigen Werkstoff, angefertigt.
So soll das Campusmodell für den „Roten Platz“ aussehen. Es wird aus Corian, einem besonders widerstandsfähigen Werkstoff, angefertigt. (Foto: FernUniversität, Pressestelle)
Benedikt Reuse | 30.08.2017
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