Monique Dahlem

Studieren im Duett

Ein Mann sitzt vor einem Laptop. Auf dem Bildschirm ist eine Frau zu sehen. Die beiden studieren parallel und bilden eine Lerngruppe. Sie tauschen sich online aus.
Monique Dahlem ist zugeschaltet, um mit ihrem Kommilitonen über Markt und Staat zu diskutieren. Die beiden treffen sich virtuell zum gemeinsamen Lernen. (Foto: Andreas Golkowski)

Bereits im ersten Semester Wirtschaftswissenschaft sind sie sich an der FernUniversität in Hagen begegnet – in diversen virtuellen Diskussionsforen für Studierende. Sie chatteten über fachliche Fragen zu Matheaufgaben und Rechnungswesen. Immer wieder. „Ab dem dritten Semester verfestigte sich der Austausch“, erzählt Monique Dahlem, die im Westerwald lebt. „Wir haben gemeinsam geplant, welche Module wir parallel belegen. Inzwischen sind wir beide im sechsten Semester.“

Der Kontakt lief längst übers Telefon. Bei eher textlastigen Modulen wie Unternehmensführung tauschen sie ihre Zusammenfassungen aus. „Jeder von uns hat einen anderen Schwerpunkt“, sagt Jörg Bergmann aus Dortmund. Stehen mathelastige Module an, bearbeitet zunächst jeder für sich die Aufgaben. Anschließend besprechen sie ihre Lösungswege telefonisch.

Denkanstoß und Diskussion

„Das ergänzt sich wunderbar“, sagt der 38-jährige Dortmunder. „Habe ich mal eine halbe Stunde allein gegrübelt, kann mir Monique die Aufgabe in fünf Minuten erklären und umgekehrt auch.“ So platzt der Knoten im Kopf schneller. „Deshalb ist die Lerngruppe für mich sehr wertvoll. Für Diskussion und Denkanstöße ist der Kontakt zu anderen Studierenden übers Telefon oder per E-Mail wichtig“, sagt die 35-jährige aus Montabaur. 180 Kilometer trennen die Zwei, aber sie haben sich bereits bei Mentoriaten und Klausuren getroffen oder schon Arbeitstreffen am Wochenende organisiert. „Wir verstehen uns auch persönlich gut“, sagen sie.

Beide sagen unisono im Interview: „Ich wollte nicht unbedingt studieren.“ Nach einer kaufmännischen Ausbildung und der nebenberuflichen Weiterbildung zur Bankbetriebswirtin, stieß Monique Dahlem zufällig auf die FernUni. Sie schrieb sich als Beruflich Qualifizierte ein. „Ich hab’s einfach getan und dann hat es mich gepackt“, lacht sie. Für das geplante Master-Studium hat sie hat sogar schon eine Klausur vorgeschrieben. „Das Konzept an der FernUni ist ideal für alle, die neben dem Studium arbeiten gehen“, meint sie augenzwinkernd. Inzwischen steht das Arbeitsfeld Controlling als zukünftiger Berufswunsch fest.

Berufswunsch motiviert

Bei Jörg Bergmann war es ähnlich. An einer Abendschule hat er sich zum staatlich geprüften Betriebswirt und Controller ausbilden lassen. Sein Berufsziel Bilanzbuchhalter konnte er so erreichen. „Trotzdem wollte ich ursprünglich noch einen entsprechenden Lehrgang absolvieren. Dann fand ich es aber sinnvoller, ein Studium anzufangen. Das erschien mir höherwertig.“ Denn Jörg Bergmann wollte seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt weiter verbessern – dieser Plan ging auf. Die FernUniversität lernte er damals durch Freunde und Bekannte kennen. Auf dem Weg zur Arbeit hat er seitdem Skripte und Bücher im Zug dabei. Für ihn ist das ebenfalls geplante Masterstudium „die Krönung“ und er will es „auf jeden Fall“ an der FernUni aufnehmen. Jetzt atmen beide erstmal tief durch, sie haben jeweils gerade ihre Bachelor-Arbeit abgegeben. „Für diese drei Monate war leider keine Tandemarbeit möglich“, bedauert Dahlem. Während Monique Dahlem ihre Abschlussarbeit über Rentenverpflichtungen geschrieben hat, konzentrierte sich Jörg Bergmann auf betriebswirtschaftliche Steuerlehre.

Schreiben sich beide nach bestandenem Bachelor-Abschluss für ein Master-Studium ein, bleibt eins garantiert: die gegenseitige Unterstützung und Motivation durch eine eingespielte Lerngruppe.

Stand: Dezember 2014