Rainer Gerhards

Ohne Abitur erfolgreich im Informatikstudium

Illustration
Rainer Gerhards profitiert im Berufsalltag von seinem Informatikstudium. Das motiviert ihn, jetzt noch den Master in Angriff zu nehmen.

Der Wunsch zu studieren war groß. Doch Rainer Gerhards (47, Großrinderfeld) hat kein Abitur. Auf der Suche nach Weiterbildungsmöglichkeiten stieß der Inhaber eines Software-Hauses auf die FernUniversität in Hagen. Über seine berufliche Qualifikation schrieb er sich für den Bachelor in Informatik ein. Nach zweieinhalb Jahren hatte der gelernte Datenverarbeitungskaufmann im Jahr 2011 seinen Abschluss mit der Traumnote 1,2 in der Tasche. Jetzt will er den Master in Informatik oben draufsetzen.

Frage: Wie läuft’s mit dem Master?

Rainer Gerhards: Der liegt gerade ein bisschen auf Eis, weil mir beruflich einiges dazwischen gekommen ist. Eigentlich wollte ich längst fertig sein. Jetzt dauert es etwas länger. An der FernUniversität geht das. Die Flexibilität ist der große Vorteil für Berufstätige.

Frage: Sie arbeiten in Vollzeit und haben Familie. Wie schaffen Sie es da, im Fernstudium dran zu bleiben?

Rainer Gerhards: Ich bemühe mich um feste Zeiten und bin morgens um sieben im Büro. Die ersten beiden Stunden sind für mein Studium reserviert. Das passt gut, weil wir viele Kunden in den USA haben. Natürlich ist die zeitliche Belastung heftig. Freizeitmäßig ist es oft schwierig. Aber meine Familie trägt das Studium voll mit. Unseren Urlaub kürzen wir nicht. Man kann die Studien-Unterlagen ja mitnehmen.

Frage: Was treibt Sie an?

Rainer Gerhards: Es sind tatsächlich die Inhalte. Der Abschluss ist ein netter Nebeneffekt. Ich habe vor dem Bachelor festgestellt, dass mir die theoretischen Grundlagen gefehlt haben. Vom Studium habe ich mir einiges versprochen. Jetzt kann ich sagen: Es hat viel gebracht.

Frage: An der FernUniversität haben Sie sich über Ihre berufliche Qualifikation eingeschrieben. Haben und hatten Sie es ohne Abitur schwerer?

Rainer Gerhards: Zu Anfang sicherlich. Die mathematischen und theoretischen Kurse haben reingehauen. Man macht sich natürlich gerade im ersten Semester Gedanken, wenn die Schulzeit schon etwas länger zurückliegt. Die Möglichkeit, ohne Abitur zu studieren, ist immer noch recht unbekannt. Ich stelle das im Bekanntenkreis immer wieder fest. Das ist schade. Man muss sich einfach trauen.

Frage: Sie haben sich getraut. Verraten Sie uns Ihr Erfolgsrezept?

Rainer Gerhards: Mein Erfolgsgeheimnis ist einfach: Die Betreuung an der FernUniversität ist exzellent, man muss sie aber auch nutzen. Wenn man Fragen stellt, bekommt man sehr gute Antworten. Ich bin vollauf begeistert. Zum einen geht ein großes Lob an die Professoren, zum anderen haben wir über die Newsgroups viele Fragen und Antworten ausgetauscht. Es finden sich immer Leute, die mitdiskutieren. Gemeinschaft erleben – das geht auch virtuell sehr gut. Nicht zu vergessen sind die Präsenzveranstaltungen, daran sollte man unbedingt teilnehmen. Mir hat auch geholfen, dass ich mich während der Arbeitszeit mit den Inhalten beschäftige und ich diese in der Praxis direkt anwenden kann.

Stand: April 2014