Apolonia Gottwald

17-jährige hat ihr Mathematikstudium schon als Schülerin begonnen

Gibt es immer noch die „typisch weiblichen“ und die „typisch männlichen“ Studienfächer? Fakt ist, dass der größere Anteil der Studierenden in den so genannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) noch männlich ist. Genau: Noch! Denn die Mädels sind auf dem Vormarsch. Apolonia Gottwald zum Beispiel: Sie will Mathematik-Professorin werden. Sollte das nicht klappen, hat die 17-Jährige aus Wachtendonk, einer Gemeinde bei Venlo, auch schon einen Plan B. „Dann würde ich gerne als Statistikerin arbeiten.“ Die Chancen, dass Plan A funktioniert, stehen gut. Ihr mathematisches Talent und Interesse hat sie nämlich schon als Schülerin in ein Studium an der FernUniversität in Hagen investiert. Zunächst als Akademiestudierende um einfach mal in das universitäre Lernen „reinzuschnuppern“ und nachzuweisen, dass sie fit für´s Studium ist, und seit Anfang Oktober 2007 als Jungstudentin im Bachelorstudiengang Mathematik.

Portrait Apolonia Gottwald Apolonia Gottwald: „Durch die Möglichkeit des Schülerstudiums habe ich sehr viel Zeit gespart. Ich kann diesen Weg nur empfehlen und bin begeistert von der FernUniversität in Hagen. Deshalb werde ich dort wahrscheinlich auch meinen Master in Mathematik machen.“

Dass die FernUniversität in Hagen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gibt, parallel zur Schule zu studieren, findet Apolonia klasse. „Ich war gespannt auf neue mathematische Herausforderungen. Mathematik ist mir immer leicht gefallen, ich hab´s eben gerne logisch. Dafür fand ich es auf der anderen Seite aber auch immer ätzend, wenn ich etwas auswendig lernen musste“, lacht sie.

Wenn alles gut läuft, wird sie im kommenden Semester ihre Bachelorprüfung ablegen. Die notwendige Voraussetzung, nämlich das Abitur, hat sie dieses Jahr bestanden. „Als Schülerin war ich Teilzeitstudentin, jetzt bin ich als Vollzeitstudentin eingeschrieben“, erklärt sie. Und was ist der Unterschied zwischen Mathe im Schulunterricht und im Studium? „In der Schule gibt es für die Aufgaben festgelegte Lösungswege, im Studium muss man sich diese selbst erarbeiten. Das ist manchmal schon ganz schön kniffelig, aber genau das macht mir ja so großen Spaß. Außerdem kann ich im Studium mein Lerntempo selbst bestimmen.“

Mit dem Vorurteil, dass Fernstudierende ausschließlich zu Hause und ohne Kommilitoninnen und Kommilitonen lernen, räumt sie auf. „Ich habe schon während der Schulzeit zahlreiche Kontakte zu anderen Jungstudierenden aufgebaut und im Studienzentrum Krefeld viele Betreuungsangebote der FernUni in Anspruch genommen. Dort gibt es zum Beispiel extra für Schülerstudierende eine mentorielle Betreuung, die von der Krefelder Bürgerstiftung finanziert wird.“

Apolonias Fazit: „Durch die Möglichkeit des Schülerstudiums habe ich sehr viel Zeit gespart. Ich kann diesen Weg nur empfehlen und bin begeistert von der FernUniversität in Hagen. Deshalb werde ich dort wahrscheinlich auch meinen Master in Mathematik machen.“

Stand: Oktober 2010