David Grebe

Lernen in Kambodscha - FernUni-Studium ermöglicht Auslandspraktika

Vor ein paar Wochen erst ist David Grebe aus Kambodscha zurückgekehrt. Von Januar bis März hat der 23-Jährige dort als Praktikant für das Rote-Khmer-Tribunal der Vereinten Nationen im Büro des Chefanklägers gearbeitet. David Grebe hat schon mehrere Auslandsaufenthalte absolviert, um Berufserfahrungen zu sammeln. „Die Möglichkeit dazu gibt mir das Studium an der FernUniversität. Ohne die Flexibilität, die die FernUni bietet, klappte das nicht“, ist er überzeugt.

David Grebe war als Praktikant in Kambodscha. Der 23-Jährige hat für das Rote-Khmer-Tribunal der Vereinten Nationen gearbeitet.
David Grebe war als Praktikant in Kambodscha. Der 23-Jährige hat für das Rote-Khmer-Tribunal der Vereinten Nationen gearbeitet.

Seit 2011 ist David Grebe in Hagen für den Bachelorstudiengang Politikwissenschaft, Verwaltungswissenschaft und Soziologie eingeschrieben. Ihn reizte vor allem der Schwerpunkt Verwaltungswissenschaft – als Ergänzung zu seinem Erststudium der Rechtswissenschaft an der Universität Heidelberg. „Ich setze mich besonders mit Fragen des internationalen Rechts, der politischen Ökonomie und der Europäisierung auseinander.“

Das hat er auch während seiner Zeit in Kambodscha getan. „Ich habe oft nach der Arbeit in meinem Stammcafé gesessen und gelernt. Das war gut machbar. In Singapur habe ich die Klausuren im Goethe-Institut geschrieben. Das Angebot ist super“, freut sich Grebe. „Ich bin sowieso der Selbstlerntyp und brauche wenig Betreuung. Aber bei Fragen kümmert sich das Prüfungsamt sofort.“

Internationales Wirtschaftsrecht und diplomatischer Dienst

Ein Studium war für David Grebe nicht selbstverständlich. Zunächst machte er einen Realschulabschluss, anschließend sein Abitur und ging danach ein Jahr als Freiwilliger nach Nordirland. „Dort habe ich mit katholischen und protestantischen Jugendlichen gearbeitet. Dieser Einsatz vor dem Hintergrund des Nordirlandkonflikts hat mich stark beeinflusst.“ Grebe wollte sich mit politischen und rechtlichen Fragen auseinander setzen. Zum Wintersemester 2010/11 entschied er sich deshalb für Jura in Heidelberg.

Das Ausland ließ ihn nicht mehr los. „Die Perspektive, als Jurist im internationalen Recht zu arbeiten, hat sich auch in Nordirland entwickelt.“ David Grebe machte ein Praktikum bei einer NGO in Indien. Nachdem er sich auch an der FernUniversität eingeschrieben hatte, ging er mit einem Stipendium nach Singapur und arbeitete neben dem Studium an der National University of Singapore für das Rechtsstaatsprogramm Asien der Konrad-Adenauer-Stiftung, später mit einem Forschungsstipendium an der University of Cambridge und zuletzt als Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes an der Deutschen Botschaft in Singapur. Von Januar bis April 2014 war Grebe in Kambodscha – ausnahmsweise ohne direktes Stipendium. Allerdings war er zu dem Zeitpunkt bereits in die Konrad-Adenauer-Stiftung aufgenommen.

Engagement bei „Arbeiterkind.de“

„Meine persönliche Situation bedingt es, dass ich mich um Stipendien bemühe“, erläutert er. Seine Leistungen wiederum ermöglichten es bislang, dass er sie auch bekam. Außerdem gibt er seine Erfahrungen an andere weiter: „Über das Portal Arbeiterkind.de berate ich als Mentor Studierende aus Nicht-Akademikerfamilien zu Stipendien.“

David Grebe hat bereits auch Pläne für später. „Ich möchte das anwenden, was ich lerne, und praktische Fragen im Rahmen meines Studiums erörtern.“ Deshalb sucht Grebe die Interdisziplinarität und möchte später Rechts-, Wirtschafts- und Politikwissenschaft in einem deutsch-französischen Studiengang kombinieren. Auch an eine Promotion denkt der 23-Jährige bereits. „Ich kann mir gut vorstellen, mal im Auswärtigen Amt, bei der Europäischen Kommission oder in einer internationalen Kanzlei zu arbeiten“, schmiedet er weitere Zukunftspläne.

Stand: Juni 2014