Jascha Hebenstreit

Als Schüler mit dem Studium begonnen, mit 21 den Bachelor

„Für mich hat es sich definitiv gelohnt“, unterstreicht Jascha Hebenstreit. Mit „es“ meint er zum einen sein BWL-Studium, dass er im vergangenen September an der FernUniversität erfolgreich abgeschlossen hat. Zum anderen beinhaltet dieses „es“ aber auch eine enorme Zeitersparnis. Denn der Briloner hatte seinen Bachelor bereits mit 21 Jahren in der Tasche. Als Schüler der zehnten Klasse hatte er 2006 mit dem Fernstudium begonnen. Während viele seiner ehemaligen Kameradinnen und Kameraden aus seinem Abiturjahrgang heute am Anfang ihres Bachelorstudiengangs stehen, überlegt sich Jascha Hebenstreit gerade, wo er sich für den Master einschreiben wird. „An der FernUniversität hat es mir super gefallen, aber das richtige Studentenleben will ich auf jeden Fall auch noch mitnehmen“, begründet er, warum für ihn jetzt nur eine Präsenzuniversität in Frage kommt.

Jascha Hebenstreit

Wie kommt ein junger Mann von gerade einmal 16 Jahren auf die Idee, zu studieren? Jascha Hebenstreit, heute 22 Jahre alt, schmunzelt: „Ich war damals so fasziniert von der populärwissenschaftlichen Literatur, die mein Bruder während seines VWL-Studiums an der Uni Münster gelesen hat. Meine Eltern, die beide auch schon einmal probeweise an der FernUni studiert hatten, haben mir dann geraten, ein Fernstudium auszuprobieren.“

Und mehr als ausprobieren, sagt der junge Mann zu, sei es im ersten Semester als so genannter Akademiestudierender an der FernUniversität in Hagen auch nicht gewesen. „Mit meiner Selbstdisziplin war es noch nicht so weit her und ich musste mich auch erst einmal mit dem wissenschaftlichen Arbeiten anfreunden“, erklärt er. Schwierigkeiten hatte er vor allem mit der Mathematik, weil hier natürlich Kenntnisse aus der Oberstufe vorausgesetzt werden, die Hebenstreit damals in der zehnten Klasse noch nicht hatte.

„Aber das Studium war trotzdem spannend und ich wollte unbedingt weitermachen“, erinnert er sich. Im zweiten Semester lief es dann auch schon viel besser. Er nutzte nun vor Klausuren auch die Vorbereitungskurse in den Studienzentren Brilon und Arnsberg und machte seine ersten Scheine. War der Oslberger bis jetzt noch als „Probe“-Student im Akademiestudium eingeschrieben, wechselte er jetzt in den Status eines „ordentlich“ Studierenden. Möglich ist das an der FernUniversität für Schüler, die die Hochschulzugangsberechtigung anstreben. Dem Antrag beilegen musste er den Nachweis über vier bestandene Klausuren und eine Bestätigung seines Schuldirektors darüber, dass seine schulischen Leistungen bisher durch das Studium nicht beeinträchtigt wurden.

Stressig sei die Kombination Schule und Studium eigentlich nur vor den Klausuren gewesen, erinnert er sich. Als Schüler habe man einfach den Vorteil, dass man sich seine Zeit relativ frei einteilen kann. Im Job sei das wesentlich schwieriger. Beurteilen kann Jascha Hebenstreit das, weil er nach seinem Abitur und parallel zum Fernstudium bereits zwei Praktika absolviert hat. Zunächst bei Volkswagen in Kassel und dann bei einer Online-Marketing-Agentur in London . Dass er diese Praktika bekommen hat, führt er auch auf sein Fernstudium zurück. „Nicht nur meine BWL-Kenntnisse, auch dass ich parallel zur Schule studiert habe, haben Eindruck gemacht“, sagt er.

Bevor es für ihn jetzt an einer Präsenzuni mit dem Master Wirtschaftswissenschaften weitergeht, sammelt der FernUni-Absolvent noch einige weitere Monate Berufserfahrungen. Seit Mai ist er im Rahmen eines Praktikums in einem Unternehmen in Barcelona.

Stand: Mai 2012