Markus Höhnerbach

Auf Abi und Bachelor soll der Doktor folgen

Markus Höhnerbach ist außerordentlich fix mit dem Kopf. Im Juni hat der 18-Jährige sein Abiturzeugnis bekommen, Ende September seine Bachelorurkunde von der FernUni im Fach Informatik – auf beiden Zeugnisse steht die Note „Sehr gut“.

Jetzt, im Oktober, ist Höhnerbach frisch ins Wintersemester an der RWTH Aachen gestartet, direkt im Graduiertenkolleg. Wenn es glatt läuft, dann hält Markus Höhnerbach in drei Jahren seine Promotionsurkunde in den Händen.
Aufgrund seiner bisherigen überdurchschnittlichen Leistungen ist Höhnerbach direkt am Aachener Graduiertenkolleg aufgenommen worden. Andere benötigen für einen der wenigen Studienplätz einen Masterabschluss.

Bis hierher hat sich der junge Krefelder keine Verschnaufpause gegönnt. Während andere nach dem Abitur ausgiebig in den Urlaub fahren, machte Markus Höhnerbach als Jungstudierender seinen Bachelor an der FernUni.

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„Programmieren war schon immer mein Ding“

Zwei Prüfungen fehlten ihm dazu noch und die Bachelorarbeit. Um sich dafür anmelden zu können, brauchte er wiederum sein Abiturzeugnis. Das bekam er Ende Juni, zum 1. Juli konnte er mit der Bachelorarbeit an der Fakultät Mathematik und Informatik loslegen. Bei Professor Dr. Christoph Beierle im Lehrgebiet Wissensbasierte Systeme suchte sich Markus Höhnerbach das Thema „Optimized Generation of all Solutions of a Non-Confluent Transformation System for Relational Knowledge Bases“ aus. Statt die regulären drei Monate für seine schriftliche Arbeit zu nutzen, nahm er sechs Wochen in Anspruch.
„Das Thema Logik habe ich frei gewählt“, erzählt er. Mit Algorithmen kennt er sich aus, Abstraktionsvermögen besitzt er ebenso wie die Fähigkeit des mathematischen Denkens. „Programmieren war schon immer mein Ding“, sagt Markus Höhnerbach.
In seiner Bachelorarbeit geht es um Wahrscheinlichkeiten und Optimierungen für Unschärfeprognosen aus logischen Folgerungen.
„Ich fand den Studienabschluss anstrengender als die Abiturprüfungen“, bilanziert er – und setzt unprätentiös nach: „Es war wohl von Vorteil, dass ich kein schlechter Schüler war. So musste ich wenig Zeit fürs Lernen aufwenden.“
Umso mehr Raum blieb fürs Studium. Dabei kam Höhnerbach das Konzept Fernstudium sehr entgegen. „Ich lerne gern aus Büchern. Außerdem konnte ich das Lerntempo selbst bestimmen und die Reihenfolge der Kurse wählen.“ Zudem bekam er viel Unterstützung von seinen Eltern, fachmentoriell wurde Markus Höhnerbach im Studienzentrum Krefeld begleitet.

16-jähriger Bruder studiert Kulturwissenschaften

Von dem Vorsatz, neben der Schule einen akademischen Abschluss anzustreben, ließ sich Markus‘ jüngerer Bruder David anstecken. Der 16-Jährige studiert ebenfalls an der FernUni. Er ist als Akademiestudent im zweiten Semester für Kulturwissenschaften eingeschrieben. „Ich interessiere mich für Geschichte, Literatur und Politik“, erzählt David. Nebenbei macht er Musik – und seine Orgelausbildung.

Während David Höhnerbach zum Ausgleich leidenschaftlich Orgel spielt, steht Markus gern an der Tischtennisplatte. Bisher hat er neben Schule und Fernstudium noch zwei Mal pro Woche trainiert und ist am Wochenende in Wettkämpfen angetreten.
Nun muss sich Markus Höhnerbach in Aachen neue Tischtennispartner suchen.

Stand: Oktober 2013