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Melanie Kersken

Münchener FernUni-Studentin studierte virtuell in Dublin

Melanie Kersken

Gerade kommt Melanie Kersken aus dem Seminarraum der Dublin City University (DCU). Seminar-Kritik stand auf dem Programm. Wenn sie jetzt zum Fenster hinausschaut, sieht sie aber nicht etwa die Liffey durch das Stadtgebiet strömen. Denn Kersken sitzt am heimischen Computer in München. Den Seminarraum hat sie nur virtuell verlassen.

Melanie Kersken arbeitet in Vollzeit im Geschäftsreise-Service. An der FernUniversität in Hagen ist sie Teilzeitstudentin im fünften Bachelor-Semester. Sie studiert Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Literatur. Am Fernstudienzentrum der DCU besuchte sie jetzt ein literaturwissenschaftliches Seminar über „The Renaissance“ – online und auf Englisch. Möglich macht das der „Virtuelle Auslandsaufenthalt“ für Bachelor-Studierende der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften (KSW). Es ist ein Beitrag der FernUniversität zur Internationalisierung des Fernstudiums.

Englischkenntnisse anwenden

„Ich wollte unbedingt meine Englischkenntnisse anwenden und weiterentwickeln“, sagt Melanie Kersken. Das Seminar in Dublin besuchte sie wie eines in Hagen – an festen Abendterminen und über die Online-Plattformen „Virtual Classroom“ und „Moodle“. Via Audio- und Video-Übertragung diskutierte sie im virtuellen Klassenzimmer mit ihrem Dozenten und Mit-Studierenden. Aus verschiedenen Ländern Europas und von Übersee belegten auch sie dieses Modul: „Wir haben im virtuellen Seminarraum Referate gehört, gehalten und besprochen. Wie in einer Präsenzveranstaltung“, berichtet Kersken.

Die Tutorien zu Themen wie „Shakespeares Theaterstücke“ besuchte sie an festen Terminen – abends nach der Arbeit. Trotzdem: Auch an der DCU lege man Wert auf Flexibilität. „Die Tutorien waren zwar Live, verpasste Sitzungen konnte ich mir aber von Moodle herunterladen.“ Die Tutorinnen und Tutoren seien natürlich auch per Mail erreichbar.

Intensive Vorbereitung

Was waren besondere Herausforderungen? „Nicht nur die Fremdsprache. Vor allem auch die Hausaufgaben.“ Dazu gehörte Literaturrecherche in englischsprachigen Datenbanken. Außerdem das Verfassen mehrerer Essays. In sogenannten „continuous assessments“ wurden diese auch regelmäßig bewertet. „Das war schon sehr anspruchsvoll, aber so bleibt man am Ball“, sagt Kersken.

Anspruchsvoll sei auch die Vorbereitung auf den Kurs gewesen: „Die DCU fordert zur Aufnahme einen Sprachtest.“ Melanie Kersken absolvierte den sogenannten „TOEFL“ – „Test of English as a Foreign Language”.

Virtueller Auslandsaufenthalt

Studierende des Bachelor-Studiengangs Kulturwissenschaften können Module an ausländischen Universitäten studieren. Je nach Hochschule sind Leistungen voll oder teilweise anrechenbar. Bewerbungsschluss ist der 1. Oktober jedes Jahres.

Fragen beantwortet Christiane Lammers vom KSW-Zentralbereich per E-Mail an: christiane.lammers@fernuni-hagen.de

Ausführliche Informationen sind online.

Allerdings biete die DCU diesen Test nicht selbst für ausländische Studierende an, sagt Kersken. Sie kümmerte sich selbst darum – als Fernstudentin ist sie Eigenverantwortlichkeit gewohnt.

Anspruchsvoll – aber lohnend

Ein paar Tipps hat die Fernstudentin noch für Interessierte: „Man sollte natürlich vor allem die Fremdsprachenkenntnisse trainieren.“ Außerdem sei die Vor- und Nachbereitung der Sitzungen sehr wichtig. Für die Hausaufgaben solle man sich genug Zeit nehmen. „Ich habe mir für dieses Modul extra ein Semester freigehalten“ – wie bei einem Auslandssemester an einer Präsenzhochschule.

Der Aufwand lohne sich, ist sich Kersken sicher: „Ich fand‘s super interessant. Durch die hervorragende Betreuung bin ich gut mitgekommen. Sowohl Thema wie auch Diskussionen und Essays haben mein Studium bereichert“, fasst sie zusammen. Und zwar so sehr, dass sie sich vorstellen kann, nochmal im Ausland zu studieren. Natürlich wieder virtuell.

Stand: Dezember 2014

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