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Kevin Bold

Mit den Informatik-Studienbriefen auf den Golfplatz

Kevin Bold
ein Mann beim Golfschwung
Golflehrer Kevin Bold legt seinen Unterricht in die Nachmittagsstunden, um vormittags in Ruhe zu studieren. (Foto:privat)

Rundenanalyse per App und Feinschliff für den Golfschwung mit Hilfe von Videoanalyse-Tools auf dem iPad: Golflehrer Kevin Bold setzt regelmäßig auf technische Hilfsmittel. „Ich finde es spannend, mit neuer Hardware und neuen Programmen Schwachstellen im eigenen Spiel und dem meiner Schülerinnen und Schüler aufzudecken“, sagt der 25-Jährige aus Baden-Baden.

Golf und Informatik – seine beiden Leidenschaften kommen hier zusammen. Ein Leben ohne Sport kann sich der hauptberufliche Golf-Professional nicht vorstellen, ein Leben ohne Programmieren am Computer auch nicht. Um beide Bereiche parallel zu verfolgen und sich ein alternatives Standbein aufzubauen, studiert Kevin Bold im vierten Semester Informatik an der FernUniversität in Hagen.

Flexibilität ist das große Plus

Die Flexibilität des Fernstudiums ist für ihn das große Plus. „Ich lerne vor allem vormittags, wenn ich vom Kopf her frisch bin“, berichtet er. Nachmittags geht’s dann raus auf die Anlage des Baden Hills Golf und Curling Clubs in Rheinmünster bei Baden-Baden, sein Heimatclub und Unterrichtsstandort. Hier hat der FernUni-Student mit der Sportart Golf angefangen, den praktischen Teil seiner dreijährigen Ausbildung absolviert und unterrichtet seit 2014 als selbstständiger Golflehrer. Gruppen- und Einzelunterricht, Golffitness, Mentaltraining und eigene Spielpraxis stehen dann auf dem Programm. Gefragt sind bei seiner Arbeit im Verein und am Stützpunkt des Baden-Württembergischen Golfverbands aber auch seine Kenntnisse aus den Bereichen Clubmanagement und Sportwissenschaft.

„Sport steht und stand für mich schon immer im Mittelpunkt“, sagt Kevin Bold. Bis zum Alter von 15 Jahren spielte er leistungsmäßig Tennis. Dann musste er wegen einer Fußverletzung aufhören und wurde Golfer. Bereits nach einem Jahr spielte er seine erste unter Par Runde und schraubte sein Handicap innerhalb von drei Jahren auf -2,0 herunter. Eine herausragende Leistung, die ohne außerordentliches Talent sowie sehr viel Training und Disziplin undenkbar ist.

Disziplin als Erfolgsrezept

Disziplin ist auch das Erfolgsrezept von Kevin Bold im Fernstudium. „Organisation ist das A und O. Ich teile mir den Stoff im Zwei-Wochen-Takt ein und halte an meinem Plan fest“, sagt er. Um seine Einsendeaufgaben pünktlich fertig zu haben, hat er seine Skripte oft auch auf dem Golfplatz dabei. „Ich nutze Leerlauf zwischen Unterrichtsstunden und nehme die Unterlagen mit zu Turnieren“, sagt Bold, der seit 2014 regelmäßig auf der Pro Golf Tour sowie bei der deutschen Club Professional Series für Golflehrer unterwegs ist.

Die laufende Turniersaison macht für ihn das Studieren in Lerngruppen schwierig. Kevin Bold hat zwar gute Erfahrungen insbesondere mit dem Angebot im Regionalzentrum Stuttgart gemacht. Aus Zeitgründen kämpft er sich aber überwiegend allein durchs Studium. Nicht immer fliegt ihm dabei der Stoff zu. „Das kommt auf die Inhalte an. Und auf die Qualität der Skripte, die manchmal zu schwierig formuliert sind“, schildert Bold seine Erfahrungen. IT-Sicherheit und Anwendungsentwicklung sind seine Schwerpunkte. In einem dieser Bereiche würde er später gern arbeiten ­­­– ohne dabei aufs Golfen zu verzichten. Denn Kevin Bold lebt seinen Traum und möchte gleich zweimal sein Hobby zum Beruf machen.

Carolin Annemüller | 14.06.2017
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