Felix Kollmann

Wirtschaftswissenschaft parallel zum Präsenz-Maschinenbaustudium

Von der RWTH Aachen zur FernUniversität in Hagen: Nach seinem betriebswirtschaftlichen Bachelorabschluss und parallel zu seinem Maschinenbau-Studium wollte Felix-Benedict Kollmann eine andere Art des Studierens kennenlernen. So schrieb er sich 2009 an der FernUniversität für den Masterstudiengang Wirtschaftswissenschaft ein. Zwei Jahre später erreichte er auch hier den angestrebten Abschluss, seinen insgesamt dritten: In Aachen war er schon Diplom-Ingenieur für Maschinenbau (2011) und BWL-Bachelor (2009). Für seine glänzende Abschlussarbeit in Hagen erhielt Felix Kollmann den Förderpreis 2012, den die Stadtwerke Neuss GmbH alle zwei Jahre an eine FernUni-Absolventin oder einen -Absolventen vergeben.

Den Preis der Stadtwerke Neuss Energie und Wasser GmbH erhielt Felix Kollmann vom Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Jörg Geerlings überreicht
Den Preis der Stadtwerke Neuss Energie und Wasser GmbH erhielt Felix Kollmann vom Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Jörg Geerlings bei einer Alumnifeier im Regionalzentrum Neuss der FernUniversität überreicht.

Den Anstoß, über ein Fernstudium nachzudenken, gab ein halbjähriges Praktikum in Mexiko in den Jahren 2008/2009: „Ein Studium an einer Präsenzuniversität vom Ausland aus kann ganz schön kompliziert sein“, erinnert er sich zurück.

Dass er nach dem BWL-Bachelor auch noch den Master in Angriff nehmen wollte, stand für ihn außer Frage. Sein Ziel war es, den theoretischen Hintergrund seiner Praxiserfahrungen erkennen zu können, „Aha-Erlebnisse“ zu haben: „Der Wiedererkennungswert motiviert, das gibt zusätzliche Impulse, man sieht, dass das Studium etwas bringt.“ Ein Freund, der den gleichen Weg ging, empfahl ihm die FernUniversität: „Man findet an der RWTH einige Studierende, die gleichzeitig zu ihrem technischen Studium in Hagen ein anderes Fach studieren.“

Nach dem Maschinenbaustudium wollte er per se in eine andere Stadt wechseln. Alles in allem gesehen kam für ihn die FernUni infrage: „Im Ingenieurstudium ging es nur noch um die Abschlussarbeiten – da konnte ich mich auch einmal volle zwei Wochen auf das Fernstudium konzentrieren.“ Ein Vorteil, der allerdings nicht mehr galt, als er im Beruf startete. Eine Hälfte seines Hagener Studiums verlief parallel zum Studium in Aachen, die andere zur praktischen Tätigkeit.

In den fünf Semestern lernte er das „System FernUniversität“ ausgiebig kennen. Felix Kollmann schätzt die Flexibilität der FernUni ebenso wie ihren „sehr guten Ruf“. Und er hatte bereits einen gewissen Draht zu der Universität: Der Professor an der RWTH Aachen, bei dem er studentische Hilfskraft war, hatte in Hagen über Wirtschaftstheorie promoviert und sich für BWL habilitiert – „Das war für mich ein Qualitätsmerkmal für die FernUni!“

Einen Tag pro Wochenende „reservierte“ Felix Kollmann in der Regel für die Arbeit an der FernUniversität „Dann schafft man einfach mehr“ Ein klassisches Studentenleben lernte er nicht kennen, aber nach Klausuren suchte er gezielt das Gespräch mit anderen Studierenden: „Wir haben uns dann ausgetauscht und uns auch gegenseitig Tipps gegeben.“ Ähnlich war es beim (Präsenz-)Seminar: „Das war eine schöne Sache. Leider gibt es im Masterstudium nur eine Präsenzveranstaltung.“

Richtig begeistert ist er vom Service, den die FernUniversität ihren Studierenden bietet, und von der schnellen Bearbeitung von Arbeiten: „Die Unterlagen waren immer rechtzeitig da und Termine wurden kurzfristig vergeben.“ Viel besser ansprechbar als an Präsenzunis waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der FernUniversität, die „Besprechungen im Prüfungsamt und am Lehrstuhl Unternehmensrechnung und Controlling waren super!“

Zum Ende des Studiums hin stellte sich die Frage nach dem Thema der Abschlussarbeit. „Projektfinanzierung von Offshore-Windenergieparks“ bot sich aus zweierlei Hinsicht an: Seine Abschlussarbeit im Maschinenbaustudium ging um Faserverbundwerkstoffe und die Herstellung von Rotorblättern für Offshore-Windenergieanlagen, sein Arbeitgeber liefert Gusskomponenten für diese Anlagen. Zudem hatte er sich auch schon im Bachelorstudium mit Finanzierungsfragen häufig befasst: „Schön, wenn man ein Thema frei wählen und ausarbeiten kann – das fördert die Motivation“, lobt Felix Kollmann seinen Betreuer Dr. Dr. Aurelio Vincenti vom Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Unternehmensgründung und Unternehmensnachfolge (Prof. Dr. habil. Thomas Hering).

Er befasste sich mit dem Thema mit solcher Bravour, dass die Stadtwerke Neuss Energie und Wasser GmbH Felix Kollmann den alle zwei Jahre vergebenen Preis zuerkannten. Sie fördern Abschlussarbeiten, die sich mit einem Thema befassen, das einen Bezug zu den Tätigkeiten der Stadtwerke hat. Für die Masterarbeit von Felix Kollmann gilt dies ganz besonders, wie der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Jörg Geerlings in seiner Laudatio unterstrich. Überreicht wurde der Preis bei einer Alumni-Feier im Regionalzentrum Neuss der FernUniversität.

Bei Kollmanns Arbeitgeber kam die Auszeichnung gut an: „Der Preis zeigt auch, dass man an der FernUniversität einen vollwertigen Abschluss als Kaufmann erhält.“

Stand: März 2013