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Edwin Lock

Forschung nach Noten

Edwin Lock

Edwin Lock schlägt Brücken – zwischen den Disziplinen Geistes- und Naturwissenschaften, zwischen Kulturen. Der 25-Jährige studiert im Bachelor-Studiengang Mathematik mit Schwerpunkt Informatik an der FernUniversität in Hagen. In Oxford hat Lock bereits einen Bachelor-Abschluss in Musikwissenschaften abgelegt und sich noch in England für ein Studium an der FernUniversität eingeschrieben. Aktuell lebt er in Krakau. Geboren und aufgewachsen ist er in den Niederlanden, als Kind einer Deutschen und eines Engländers. Sein Abitur machte er in Deutschland und für sein Erststudium ging er nach England. „Ich fühle mich als Europäer. Auf jeden Fall stärker als einer bestimmten Nation zugehörig.“

Die Muster in der Musik

Über seine wissenschaftlichen Interessen sagt er: „Ich möchte Mathe und Musik verbinden. In meiner Bachelor-Arbeit für Musikwissenschaften habe ich physiologische und physikalische Phänomene untersucht, die bei Klaviertönen auftreten. Ich bin fasziniert davon, wie Modelle akustische Erscheinungen beschreiben können und Mathematik unseren ästhetischen Wahrnehmungen zugrunde liegt. Musik basiert auf Strukturen, Mustern und Wiederholungen. Die Mathematik sucht nach solchen Mustern.“

Ein Instrument soll dabei zum Bindeglied werden: Als Kind und Jugendlicher hat Lock Klavier gespielt. Semiprofessionell. Er bestritt Wettbewerbe und Auftritte und entschied sich zunächst für ein geisteswissenschaftliches Studium. Zudem lockte ihn ein Orgelstipendium, während seines Studiums war Lock Kantor und Organist in der Kirche seines Oxforder Colleges. Nach seinem Abschluss arbeitete er zunächst als Klavierbauer bei dem Traditionsunternehmen Steinway in London, er reparierte und stimmte die Instrumente. Doch er brauchte zusätzlich zur handwerklichen Herausforderung die intellektuelle – und entdeckte die FernUniversität mit ihrem Studienangebot.

Algorithmen und Software Engineering

„Mittlerweile hat sich für mich eine komplett neue Zukunftsperspektive eröffnet. Ich möchte im Bereich Algorithmen und Software Engineering forschen. Zurzeit beschäftigen mich Themen wie musikalische künstliche Intelligenz oder die elektronische Simulation von Konzertflügeln.“ Mit dem Bachelor in Mathematik kommt Lock einen großen Schritt weiter. „Ohne die FernUniversität wäre das nicht möglich. Hier konnte ich zunächst ohne Risiko mein Zweitstudium starten.“ Dank des Fernstudiensystems konnte Lock zu seiner Freundin nach Krakau ziehen.

Seinen Lebensunterhalt verdient er mit Englisch-Unterricht und Übersetzungen. An der FernUniversität erhält er außerdem im laufenden Förderjahr ein Deutschlandstipendium. Über das Bundesförderprogramm werden Studierende zwei Semester finanziell unterstützt, wobei der Bund eine Hälfte des Geldes und Sponsoren die andere Hälfte tragen.

Symphonisches Konzertprojekt

In seiner (knappen) Freizeit engagiert er sich für zwei Stiftungen im musikalisch-künstlerischen Bereich. Die eine fördert Nachwuchsmusikerinnen und -musiker, ermöglicht ihnen Auftritte und Konzerte. Die andere Stiftung beschäftigt sich mit philosophischen Untersuchungen zur Kunst. Der FernUni-Student kümmert sich um ein symphonisches Konzertprojekt, das die Ziele beider Stiftungen zusammenführt. „Wir möchten Konzerte organisieren, bei denen es vorher einen Vortrag über das musikalische Thema gibt.“ Edwin Lock ist stets auf der Suche nach verbindenden Elementen.

Stand: Februar 2015

FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de