Dennis Matz

Erste Studienerfahrungen als Schülerstudent

Fast wäre nichts aus dem Akademiestudium der Fächer Mathematik und Informatik an der FernUniversität in Hagen geworden. „Realschule“, lautete nach der vierten Klasse die Empfehlung von Dennis Matz` Klassenlehrerin. Jetzt sitzt er in einem Münsteraner Café, isst nach der ersten Abi-Klausur Rühreier und freut sich über den Beginn der Vorlesungszeit. Nach drei Semestern an der Hagener Hochschule hat Matz zum Sommersemester 2013 ein Bachelor-Studium der Informatik an der RWTH Aachen aufgenommen. „Das Fernstudium hat mich in meiner Zukunftsplanung sehr geprägt“, sagt er.

Dass es überhaupt dazu kam, verdankt Matz seiner Begabung für die Mathematik – und seinem damaligen Schulrektor: „Ich glaube es lag an meiner Art mit Zahlen umzugehen. Eine abstrakte, aber auch sehr intuitive Art“, so Matz auf die Frage, weshalb er seinem Rektor auffiel. So genau wisse er es aber gar nicht. Was er genau weiß: Entgegen der Empfehlung seiner Kollegin sprach sich der Rektor für einen Wechsel aufs Gymnasium aus. „Die richtige Entscheidung“, sagt Matz heute. Denn am Gymnasium konnte er nicht nur sein Mathe-Talent entfalten, er entdeckte auch eine Leidenschaft für Informatik.

Illustration
Er schreibt eigene Computerprgramme und arbeitet als Tutor an der Fakultät für Mathemaik und Informatik. "Zahlen sind in meinem Alltag immer präsent", sagt Abiturient Dennis Matz.

Fachkenntnisse vertiefen

Es war ein Tag wie jeder andere, als Dennis Matz, damals noch in der elften Klasse, von seiner Mathematik-Lehrerin gefragt wurde, ob er nicht ein Fernstudium beginnen wolle. Wie bereits seinem Rektor an der Grundschule war auch der Lehrerin am Gymnasium Matz` mathematisches Talent aufgefallen. Und genau wie dieser wollte auch sie ihn fördern. Das Studium an der Hagener Hochschule war dafür die erste Wahl. „Meine Lehrerin hatte sich schon über das Schülerstudium in Hagen informiert und mir den Ablauf erklärt.“ Danach habe er selbst recherchiert. Vor allem welche Studienmöglichkeiten die FernUni bietet. Was folgte war die Immatrikulation zum Sommersemester 2011 als Akademiestudent mit den Fachrichtungen Mathematik und Informatik.

Warum Informatik? „Ich finde es toll, Programme zu schreiben, die der Computer dann ausführt. Begonnen habe ich mit HTML-Programmierung, inzwischen schreibe ich auch eigene Programme“, sagt Matz. Erst kürzlich habe er ein Verwaltungssystem geschrieben, um seine „Finanzen im Blick“ zu haben.

„Zahlen sind in meinem Alltag sowieso immer präsent. Zum Beispiel hier“, sagt Matz und zeigt auf die Preise der Speisekarte. Seine Lippen bewegen sich lautlos, er zählt. „Das mache ich gerne, wenn ich unterwegs bin, also Quersummen von allen möglichen Zahlen bilden, die ich so sehe.“ Und dabei räumt er ein, dass er während seiner Schulzeit nie wirklich diszipliniert gewesen sei. Das habe sich mit dem Studium an der FernUniversität geändert.

Disziplin gelernt

„Ohne Disziplin funktioniert das Fernstudium nicht, vor allem nicht neben der Schule“, stellt Matz fest. Aber auch seine Lehrerinnen und Lehrern haben ihn unterstützt. Zudem habe er die Flexibilität des Studiums an der FernUniversität sehr geschätzt: „Am Anfang habe ich vor allem Mathematik studiert, im zweiten Semester kam noch Informatik dazu. Den Schwerpunkt zwischen beiden Fächern konnte ich selbst gewichten.“

Um auch das klassische Studierendenleben kennenzulernen, entschied er sich nach drei Semestern für den Schritt an die Präsenzuniversität. „Im Moment laufen ja noch die Abi-Klausuren, ich kann aber trotzdem schon in Aachen studieren. Das Abi-Zeugnis reiche ich später einfach nach“, erklärt er. „Wichtige Erfahrungen“ nehme er aus seinem Fernstudium mit: „Zum Beispiel mit Mehrfachbelastungen umzugehen. Aktuell studiere ich ja schon und schreibe noch Abi-Klausuren.“ Auch fachlich habe er viel an der FernUni gelernt und fühle sich „gut vorbereitet“. Zudem sei er nun „wesentlich disziplinierter“. Auch könne er sich bereits erbrachte Studienleistungen anrechnen lassen.

Ganz wird Dennis Matz die FernUni nicht verlassen: „Nach meinen Ergebnissen aus den Informatikprüfungen bin ich gefragt worden, ob ich nicht als Tutor Übungen korrigieren wolle. Da habe ich natürlich sofort zugesagt“. Und wie soll’s nach dem Studium weitergehen? „Zwei Richtungen interessieren mich besonders: Softwareentwickler oder Wissenschaftler, vielleicht auch beides. Aber das wird sich noch zeigen“, sagt er. Ob das eine oder das andere – mit seinem Akademiestudium an der FernUni hat er bereits den Grundstein gelegt.

Stand: Mai 2013