Prof. Dr. Dieter Meiller

Ein Informatikstudium eröffnete für den Designer neue Perspektiven

Eigentlich hatte Dieter Meiller nur aus Interesse mit seinem Studium an der FernUniversität in Hagen begonnen. „Es war eine Art Hobby. Ich wollte meine Neugierde befriedigen und suchte eine geistige Herausforderung.“ Dass sich daraus einmal mehr entwickeln würde, hätte er nicht gedacht. Doch Dank seines Informatikstudiums ist der Bayer mittlerweile Professor. Seit dreieinhalb Jahren ist er Studiengangsbetreuer und Studienfachberater des Bachelors Medienproduktion und Medientechnik an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Amberg-Weiden.

Portrait von Dieter Meiller
Prof. Dieter Meiller

Als Meiller sich mit 32 Jahren für ein Fernstudium entschied, war er fest im Job. Er war als Designer und Programmierer für verschiedene Medienagenturen tätig. Zuvor hatte er eine Ausbildung als technischer Zeichner und anschließend ein Studium zum Diplom-Designer abgeschlossen. „Mein Studium war eher künstlerisch ausgelegt. Programmieren konnte ich zwar irgendwie, aber bei der Arbeit bin ich bald an meine Grenzen gestoßen.“ Aus Interesse an Informatik entschied er sich für ein Studium. „Da ich voll berufstätig war, kam hierfür nur die FernUni in Frage.“ Mit ihrem guten Verhältnis zwischen hohem Niveau der Studieninhalte, niedrigen Kosten und dem Betreuungsangebot im Studienzentrum Nürnberg hatte sie Meiller voll überzeugt.

Weiterqualifizierung lohnt sich

Das Studium brachte schnell berufliche Änderungen mit sich. Der Designer erhielt Aufträge, die er ohne sein Informatikwissen nicht bekommen hätte. Als er 2006 sein Studium als Master of Computer Science beendete, stand für ihn daher fest, dass es noch weitergehen sollte: „Ich hatte mit dem Masterabschluss schon gesehen, dass es etwas bringt, mich weiterzubilden. Daher wollte ich auch noch promovieren.“ Eine Entscheidung, die sich lohnte.

Von 2006 bis 2010 promovierte Meiller am Lehrgebiet Multimedia und Internetanwendungen von Prof. Dr.-Ing. Matthias L. Hemmje. Parallel arbeitete er auf zwei Halbtagsstellen weiter. Zum einen war er als Softwareentwickler bei einem Unternehmen beschäftig. Zum anderen war er selbstständig. „Da ich allerdings zusätzlich auch noch recht viel für den Lehrstuhl gearbeitet habe, habe ich dort irgendwann eine Halbtagsstelle als Wissenschaftlicher Mitarbeiter übernommen.“

Noch während seiner Promotion an der FernUniversität deutete sich für Meiller jedoch auf einmal eine weitere berufliche Perspektive an. Die Fachhochschule in Amberg suchte eine Mitarbeiterin bzw. einen Mitarbeiter, mit Kompetenz sowohl im Design- wie auch im Programmierbereich. Eine Stelle, die ideal auf den gebürtigen Amberger Meiller passte. Er bekam dort einen Lehrauftrag und später eine Professur. „Im Designbereich kann man auch ohne Promotion zum Professor berufen werden. Als ich die Stelle angenommen habe, war ich mit meiner Doktorarbeit zu ca. zwei Dritteln fertig. Ich wollte sie aber auf jeden Fall noch beenden.“

Sein neuer Arbeitgeber unterstütze ihn dabei und so konnte er 2010 seine Promotion abgegeben und verteidigen. Mittlerweile lebt der 41-Jährige mit seiner Familie in der Nähe von Amberg. Mit der FernUni steht er aber immer noch in Kontakt: „Es gibt eine Zusammenarbeit zwischen der Fachhochschule und dem Lehrgebiet von Prof. Hemmje.“

Stand: Dezember 2011