Armin Müller

Masterabschluss an der FernUniversität parallel zum Präsenzstudium

Porträtbild Armin Müller
FernUni-Absolvent Armin Müller: "Mein 'Hörsaal' war der Regionalexpress Mannheim – Karlsruhe, in ihm habe ich viele Manuskripte durchgearbeitet."

Physik und Wirtschaftswissenschaft: Wie vereinbart man diese beiden Studiengänge miteinander – organisatorisch und inhaltlich? Und was macht einen Absolventen für eine renommierte internationale Unternehmensberatung interessant (außer sehr guten Noten)? Auskunft hierzu kann Armin Müller geben, der parallel zu seinem Präsenz-Physikstudium das wirtschaftswissenschaftliche Masterstudium an der FernUniversität in Hagen absolvierte.

"Ich hab’s probiert – es hat geklappt.“

Nennen wir zunächst einmal ein paar Fakten aus dem Leben des 26-jährigen Mannheimers: Nach dem 1,0er-Abitur nahm Armin Müller im Oktober 2006 während seines freiwilligen sozialen Jahres ein betriebswirtschaftliches Bachelorstudium an der FernUniversität auf, das er im Juni 2009 erfolgreich beendet. Im Oktober 2010 begann er dann mit seinem Masterstudium in Hagen, das er im August 2012 mit der Note 1,0 abschloss. Parallel dazu studierte er in Karlsruhe von Oktober 2007 bis Oktober 2011 im Diplomstudiengang Physik, ebenfalls mit hervorragendem Erfolg.

Zunächst hatte er gar nicht an die FernUniversität gedacht, denn bereits in der Schule war Müller klar, ass er Physik studieren würde. „Aber ich wollte zunächst einmal etwas ganz anderes machen, daher das freiwillige soziale Jahr.“ In dieser Zeit suchte er auch eine geistige Herausforderung: „Ich hatte mich bereits im Gymnasium mit wirtschaftlichen Fragen befasst, studierte an der FernUni aber zunächst einmal ‚just for Fun’ – meine eigentlichen Interessen lagen ja woanders.“

Aus dem Spaß wurde allerdings bald Ernst: „Ich habe in dem einen Jahr gemerkt, dass die Betriebswirtschaft interessant ist und dass mir diese Art zu lernen liegt. Es machte mir Spaß und es brachte mir auch etwas über den ‚Physikerhorizont’ hinaus. Ich hab’s probiert – es hat geklappt.“

Nach seinem erfolgreichen Bachelorabschluss, ungefähr gleichzeitig zum Physik-Vordiplom, legte Müller an der FernUniversität eine Pause ein und konzentrierte sich auf sein Präsenzstudium. Als das weit fortgeschritten war, schrieb er sich für den Master Wirtschaftswissenschaft in Hagen ein: „Organisatorisch war das kein Problem, weil die FernUni-Klausuren nicht mit den Physikprüfungen kollidierten.“ Trotz der hohen Belastung blieb Armin Müller im Studium noch Zeit für Familie, Freunde und Hobbys, vor allem das Segeln und sein politisches Engagement: „Das Studentenleben darf nicht zu kurz kommen.“ Unterstützt wurde er durch seine Ehefrau, die ebenfalls studiert.

Nur kurze Zeit hatte er zuvor darüber nachgedacht, in Karlsruhe ein zweites (Präsenz-)Studium zu beginnen: „Das FernUni-Studium ist viel flexibler. Ich habe mich bewusst auch für den Master in Hagen entschieden, weil ich viel besser zwei Studiengänge unter einen Hut bringen konnte. ‚Mein Hörsaal’ war der Regionalexpress Mannheim – Karlsruhe, in ihm habe ich viele Manuskripte durchgearbeitet.“

Flexibilität als roter Faden durchs Fernstudium

Entsprechend seinen persönlichen Rahmenbedingungen konnte er z.B. auch selbst bestimmen, wann er welches Modul belegte: „Diese Flexibilität zog sich wie ein roter Faden durch mein ganzes Studium an der FernUniversität, das sich – in bestimmten Grenzen – nach meinen Bedürfnissen richtete.“ So studierte er überwiegend in Teilzeitform, schrieb jedoch meistens drei Klausuren. Und nach dem Ende des Physikstudiums gab er an der FernUniversität dann als Vollzeitstudent Gas.

Waren beide Studiengänge organisatorisch zu vereinbaren, so brachten Physik und BWL ganz unterschiedliche Herausforderungen mit sich. Dennoch ergaben sich Synergieeffekte: „Im Masterstudium hat mir das mathematische Instrumentarium bei finanzmathematischen Fragestellungen sehr geholfen – so hat sich der Kreis geschlossen.“ In seiner Arbeit unter dem Titel „Variance reduced option pricing“ geht es darum, Finanzprodukte schneller bewerten zu können.

Dass sein wirtschaftswissenschaftliches Know-How zentrale Bedeutung für seine neue berufliche Herausforderung bei der Unternehmensberatung McKinsey & Company, Inc. hat, versteht sich von selbst. Doch sein Physikstudium? „Bei quantitativen Fragestellungen hilft eine gute mathematische Ausbildung ungemein weiter“, erläutert der frischgebackene Unternehmensberater, der seine Klienten bei der Suche nach kreativen Lösungen unterstützt.

Austausch und Betreuung im Studienzentrum

Eine wichtige Rolle in seinem Leben als FernUni-Student spielte das Studienzentrum Karlsruhe: Hier schrieb er seine ersten Bachelor-Klausuren, nutzte die Betreuungsangebote und tauschte sich mit anderen Studierenden aus, vor allem in den ersten Semestern: „Anfänger haben ja oft die gleichen Probleme. In einem Studienzentrum erfährt man, wie andere ihre Kurse wählen und wie ihre Lernstrategien sind – so kann man sich ja schon frühzeitig in der FernUni-Welt zurecht finden.“ Einige Kontakte hielten bis zum Ende des Studiums: „Wir haben uns bei Klausuren wieder getroffen oder gemeinsam ein Fach belegt. Sogar Freundschaften sind da entstanden.“ Später orientierte er sich bei den Klausuren mehr in Richtung Düsseldorf und bei der Betreuung zum Studienzentrum Euskirchen und zum Regionalzentrum Hagen.

Besonders lobt Müller auch den Gutachter seiner Arbeit: „Prof. Singers Betreuung war super. Fragen konnte ich sofort mit ihm telefonisch klären! Er hatte großes Interesse an meiner Arbeit, das hat mich sehr motiviert.“ Für die Zukunft hat Müller sich die Promotion als Ziel gesetzt: „Gerne an der FernUniversität!“

Stand: Januar 2013