Irene Pötting

Drei Abschlüsse und Jura-Promotion parallel zum beruflichen Aufstieg

Zwei Karrieren gleichzeitig. Nicht nur Beruf und Studium vereinbarte Irene Pötting miteinander (was schon schwer genug ist), ihr gelangen auch mehrere Abschlüsse und eine Promotion an der FernUniversität in Hagen, während sie von der Assistentin der Geschäftsleitung zur kaufmännischen Leiterin aufstieg. Wobei es durchaus einen Kausalzusammenhang zwischen beiden Karrieren gibt.

Diplom-Kauffrau, Bachelor of Laws, Master of Laws, juristischer Doktortitel: So sieht die akademische „Karriere“ von Irene Pötting an der FernUniversität aus. Ein bisschen Glück hatte sie aber auch: Mehrmals sprach sie zum richtigen Zeitpunkt mit den richtigen Menschen über ihre berufliche Zukunft – mit ihrem Chef, mit Kollegen, mit einem FernUni-Professor.

Gleichzeitig zu Teilzeitstudium und externer Promotion kletterte die 41-jährige auch auf der beruflichen Karriereleiter ein ganzes Stück weit nach oben: von der Assistentin der Geschäftsleitung eines mittelständischen Maschinen- und Anlagenbauers der Zementindustrie zur kaufmännischen Leiterin des Standorts Hamburg der MAN Diesel & Turbo S.E., weltweit bekannter Anbieter von Großdieselmotoren und Turbomaschinen für maritime und stationäre Anwendungen: „Ohne mein Wirtschaftsstudium an der FernUniversität hätte das wohl nicht geklappt, bei der Bewerbung für meine jetzige Position waren die betriebswirtschaftlichen und die juristischen Fachkenntnisse auf jeden Fall wichtig.“ Weiterhin arbeitet Dr. Irene Pötting an der Uni in Bremen als Lektorin für zwei wirtschaftswissenschaftliche Module.

Dr. Irene Pötting
Dr. Irene Pötting (Foto: privat)

FernUni-Studium optimal bei unregelmäßigen Arbeitszeiten

Auf ihr erstes Studium in Hagen, genauer: auf die FernUniversität und ihre besonderen Möglichkeiten für Berufstätige machte sie ihr damaliger Arbeitgeber („Sie können mehr!“) im Jahr 1997 aufmerksam: „Als Assistentin der Geschäftsleitung hatte ich viel zu tun und natürlich sehr unregelmäßige Arbeitszeiten – dazu passte das Studium an der FernUni optimal.“ Obwohl sie die Teilzeitform wählte, brauchte sie ab dem Wintersemester 1997/98 nur fünf Jahre bis zum Abschluss als Diplom-Kauffrau. Schnell merkte sie, dass ein Studium an der FernUniversität mit einer Vollzeitberufstätigkeit durchaus vereinbar ist.

Nach dem Abschluss als Diplom-Kauffrau war sie jahrelang auch noch als Mentorin in den Studienzentren Lüneburg und Stade der FernUni tätig. Das war insofern nicht unwichtig, als sie in Lüneburg von Kollegen auf den Studiengang Bachelor of Laws an der FernUniversität aufmerksam gemacht wurde. Dieses neue Angebot war wie für sie gemacht, denn vieles aus ihrem Diplom-Studium der Wirtschaftswissenschaft konnte sie sich für das Jura-Studium anrechnen lassen. Irene Pötting hatte nämlich erkannt, dass ihr zusätzliche juristische Kompetenz gut tun würde. Denn schließlich verantwortet sie das Controlling und das Vertragswesen: Sie arbeitet mit bei der Planung, Steuerung und Kontrolle der Ziele des Standorts Hamburg der MAN Diesel & Turbo SE, führt ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, verhandelt aber auch selbst Verträge mit den Kunden des Unternehmens.

„Im Prinzip reichten die juristischen Module des wirtschaftswissenschaftlichen Studiums ja aus. Unsere Verhandlungspartner in der Industrie setzen jedoch zunehmend Juristen ein.“ Auch hierfür bot ihr die FernUniversität, in diesem Fall deren juristische Fakultät, eine Lösung an: „Das Bachelor of Laws-Studium ist zusammen mit meinem vorherigen eine interessante Kombination. In der Praxis ergeben sich wunderbare Möglichkeiten, das Wissen aus beiden zu kombinieren.“

Gegen Ende ihres Bachelorstudiums führte sie wieder ein richtungweisendes Gespräch im Hinblick auf ihre Zukunft: Prof. Dr. Karl-August Prinz von Sachsen-Gessaphe, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung, riet ihr nun auch noch zum Studium Master of Laws. Die Fakultät ehrte sie 2007 für ihre ausgezeichnete Bachelorarbeit zum Thema „Sekundärinsolvenzverfahren nach der EuInsVO bei Konzerninsolvenzen – Kooperationsmöglichkeiten der Verwalter“.

Damit nicht genug, nach dem Master-Abschluss „wollte ich auch einfach ein Ziel für mich selbst erreichen“ – weniger aus beruflichen Gründen als aus persönlichem Antrieb. Wiederum motiviert von Prof. Prinz von Sachsen-Gessaphe promovierte sie 2012 auch noch extern an der FernUniversität. Ihr Dissertationsthema war „Die Beachtung forumsfremder Eingriffsnormen bei vertraglichen Schuldverhältnissen nach europäischem und Schweizer IPR – Eine vergleichende Betrachtung.“

Gespräche mit Lehrenden wichtige Hilfestellungen

Wie bewältigt man ein Studium und sogar eine Promotion parallel zu einer höchst zeitaufwändigen Berufstätigkeit? Wichtig war zum einen die gute Betreuung in den Studienzentren der FernUniversität, doch ohne Selbstdisziplin geht es nach ihrer Meinung nicht: „Ich habe mir einen Zeitplan für das Studium aufgestellt und mich an ihn gehalten. Module habe ich mit der Klausur in dem Semester abgeschlossen, in dem ich sie belegt und bearbeitet habe. Die Klausur ins nächste Semester zu verschieben könnte die Studiendauer unnötig verlängern. Die freiwilligen Präsenzveranstaltungen, die von den Lehrstühlen angeboten werden, habe ich so oft als möglich besucht – das Lernen dort hat mir Freude gemacht. Zudem habe ich den Kontakt zu Lehrenden und Kommilitonen gesucht. Mit den Lehrenden die Gliederungen für die Seminar- und die Abschlussarbeiten zu besprechen, war für mich eine ganz wichtige Hilfestellung.“

So war für sie „das Studium auch eine Art von Freizeit, es hat mir Spaß gemacht!“ So wurde das Studieren ein Gegenpol zum Berufsalltag, „fast schon eine Erholung von der hektischen Arbeit, bei der ich oft parallel sehr viele Dinge erledigen muss“. Im Studium dagegen konnte sie sich über eine längere Zeit auf eine Sache konzentrieren, etwa einen Studienbrief zu lesen (und nicht fern zu sehen).

Für weitere Hobbys blieb ihr natürlich keine Zeit mehr, sie nennt nur noch die jahrelange Tätigkeit als Mentorin im Studienzentrum Stade (dafür war sie durch ihr wirtschaftswissenschaftliches Diplom qualifiziert). Zurückblickend meint sie resümiert sie: „Die Zeit war schon sehr intensiv.“ Von ihrem Partner erhielt sie wichtige Unterstützung, so konnte sie sich ganz auf Masterstudium und Promotion konzentrieren: „Er hat mich von allen Arbeiten im Haushalt entlastet, ansonsten wäre es doch sehr schwer geworden.“

Jedenfalls ist Irene Pötting mit ihrem Studium an der FernUniversität rundum zufrieden: „Ich empfehle heute selbst meinen Mitarbeitern, in Hagen zu studieren.“ Schließlich ist ein Studium sehr vorteilhaft für die berufliche Weiterentwicklung. Berufstätigen bietet die FernUniversität hier gute Möglichkeiten.

Stand: September 2012