Michaela Schmidt

Fachangestellte einer Stadtverwaltung, Studium Bachelor of Laws

„Die jetzige Generation unserer Auszubildenden wird auf die Veränderungen im öffentlichen Dienst viel besser vorbereitet als es zu meiner Aus- und Fortbildungszeit möglich war.“ Obwohl sich Michaela Schmidt, Fachangestellte der Stadtverwaltung Oldenburg, während ihres gesamten Berufslebens immer wieder weiter gebildet hat, wollte sie sich neues Wissen aneignen: Da kam ihr das Studium Bachelor of Laws der FernUniversität in Hagen wie gerufen. Die FernUniversität, an der sie sich zum Sommersemester 2010 einschrieb, ermöglicht ihr ein Universitätsstudium ohne Unterbrechung der Berufstätigkeit. In fünf Jahren wird sie ihren Bachelor-Abschluss erreichen, ist die Teilzeitstudentin hoffnungsfroh.

Michaela Schmidt (Fotos: Studio Lichtblick)

Schon bisher hat Michaela Schmidt sich ständig weitergebildet. Doch irgendwann reichte es ihr. Oder besser. Das, was sie bisher an Weiterbildungen gemacht hatte, reichte ihr eben nicht mehr. Michaela Schmidt wollte mehr: ihre Aufstiegs-, aber auch ihre Einsatzmöglichkeiten verbessern. mit einem Bachelor- und vielleicht auch mit einem anschließenden Masterstudium.

Seit 20 Jahren befasst die Verwaltungsfachangestellte sich ständig mit rechtlichen Fragestellungen. So lag es nahe, sich im juristischen Bereich weiter zu qualifizieren: „Ich bin optimistisch, dass ich vieles aus dem Beruf und meinen Fortbildungen auch im Studium verwenden kann. Aber insbesondere hoffe ich, dass ich mein Wissen aus dem Studium fließend in meinen Arbeitsbereich einbringen kann. Ich möchte nicht erst in am Ende meines Studiums von meinem Wissen profitieren, sondern Arbeit und Wissenserweiterung sollen in einem wechselseitigen Prozess stehen.“ Ein Beispiel für die Änderungen ist die Einführung der kaufmännischen Finanzbuchhaltung, die das kameralistische System ablöst. Das juristische Studium Bachelor of Laws war für Michaela Schmidt die „genau richtige Entscheidung“, weil sich neben den rechtswissenschaftlichen Aspekten auch (betriebs-)wirtschaftliche in diesem FernUni-Studium widerspiegeln“.

Eine wichtige Rolle für ihr Studium kommt dem Regionalzentrum Hannover zu, das sie von Oldenburg aus per Bahn schnell, komfortabel und kostengünstig erreicht: Vom Hauptbahnhof der Landeshauptstadt aus ist es nicht weit bis zum Gelände der Weltausstellung.

„Die Präsenzzeit dort ist einfach wichtig, weil es sehr wertvoll ist, wenn ein Mentor inhaltliche Schwerpunkte vermittelt. Des Öfteren regen mich diese Hilfestellungen an darüber nachzudenken, ob ich Gelesenes auch wirklich richtig verstanden habe. Im Bereich der Rechtsanwendung kommt es zudem auch sehr auf ‚Stilfragen’ an – daher ist das Angebot einer Mentorin, ‚gelöste Fälle’ noch einmal in dieser Hinsicht zu kontrollieren, wirklich sehr hilfreich. Für mich ist es oft auch sehr viel einprägsamer, durch persönliche Ansprache zu lernen, als auf dem Monitor etwas zu lesen – wobei ich aber auch gleichzeitig das Web fleißig zum Lernen nutze, es kommt einfach auf das Zusammenspiel der Medien und mit den Präsenzangeboten an. In den kleinen Mentoriaten treffe ich auf andere Studierende, mit denen ich Informationen austauschen kann, die vielleicht etwas im Web gefunden habe, was mir fehlt. Und umgekehrt.“

Stand: Dezember 2010