Günter Wagner

Kämmerer der Gemeinde Möhnesee ist Mentor im Studienzentrum Brilon

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Zahlen sind sein Ding: Günter Wagner vermittelt die Inhalte gerne mit Hilfe von Beispielen aus seiner Berufspraxis.

Rechnungswesen, Steuerlehre und Buchhaltung sind sein Ding. Günter Wagner ist ein Zahlenmensch. Als Kämmerer und Vertreter des Bürgermeisters hat er in der Gemeinde Möhnesee im Kreis Soest die Bilanzen im Blick, als Mentor der FernUniversität in Hagen begleitet er Studierende der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft. „Dinge, die man mit den Studierenden bespricht, kann man selbst im Beruf verwenden“, spricht der 50-Jährige von einer Win-Win-Situation. „Umgekehrt profitieren die Studierenden von meinen praktischen Erfahrungen im Rechnungswesen und als Kämmerer.“

Mentor mit Leib und Seele seit mehr als zehn Jahren

Seit mehr als zehn Jahren ist Günter Wagner Mentor mit Leib und Seele. Auch weil ihm die Verbindung zur FernUni am Herzen liegt. Der Verwaltungsfachwirt aus Belecke bei Warstein studierte einst selbst Wirtschaftswissenschaft an der FernUni und gibt heute sein Wissen vor allem im Studienzentrum Brilon weiter. „Als Mentor lernt man viele neue Gesichter kennen und bekommt immer wieder andere Fragen gestellt“, erzählt Wagner. „So bleibt man frisch im Thema.“

Sein Thema, das sind externes Rechnungswesen, betriebliche Steuerlehre, Jahresabschluss, Buchhaltung oder allgemein die Einführung in die Betriebwirtschaftslehre. Günter Wagner hat bereits sämtliche Module im Grundstudium betreut. Einige davon werden auch virtuell über Moodle begleitet - oft zusätzlich zu Präsenzterminen. Doch Günter Wagner sieht gerade in den regelmäßigen Treffen im Studienzentrum den Schlüssel zum Studienerfolg.

130 Stunden im Jahr

130 Stunden im Jahr bespricht er mit seinen Studierenden die Inhalte. Mal in kleinen Gruppen, mal mit bis zu 50 Studierenden. Alle zwei Wochen trifft sich die mentoriell betreute Gruppe während eines Semesters, hinzukommen zwei bis drei Kompakttermine am Wochenende. Dann bleibt auch Zeit zum Austausch, zum Lösen von Problemen und vor allem zum Üben.

„Vielfach geht es um Mathematik“, sagt Günter Wagner. „Das ist häufig ein großes Problem der Studierenden.“ Eines, das unter anderem mit Hilfe der Mentoriate in den Griff zu kriegen ist. „Sie sind ein ganz wichtiges Element im Studienablauf“, weiß Wagner aus Erfahrung und ist sich sicher: „Die Chance auf ein Bestehen der Prüfungen erhöht sich durch die Teilnahme an den regelmäßigen Mentoriaten um ein Vielfaches.“

Austausch im Mentoren-Workshop

Denn wer regelmäßig zu diesem freiwilligen Angebot kommt, ist auch entsprechend motiviert. „Die Ansprüche sind gestiegen“, hat Günter Wagner in seinen Jahren als Mentor beobachtet. „Denn die Studierenden stehen überwiegend im Beruf, haben klare Ziele und wollen etwas lernen.“

Motivations- und Disziplinprobleme kennt der Mentor daher selbst in großen Gruppen nicht. Dennoch legt er Wert darauf, sich über positive und negative Erfahrungen auszutauschen. Daher schätzt Günter Wagner den neu ins Leben gerufenen Mentoren-Workshop der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, der zu Beginn des Sommersemesters zum zweiten Mal in Hagen stattgefunden hat. Für die Zukunft wünscht er sich einen intensiveren Kontakt zwischen den Lehrstühlen und Mentorinnen und Mentoren. „Es wäre sinnvoll, wenn in regelmäßigen Abständen über Inhalte und Neuerungen gesprochen würde“, regt er an. „Da könnten alle von profitieren: Lehrstühle, Mentoren und Studierende.“

Stand: Mai 2014