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„Sehnsucht nach einem Gespräch“

02. Februar 2015

Vortragsreihe: Europäische Verfassungswissenschaften

Zeitraum
02.02.2015 17:00 Uhr


Ort
FernUniversität, Universitätsstr. 21, AVZ-Gebäude, 1. Etage, B 118, Kleiner Senatssaal, 58097 Hagen

Veranstalter
Dimitris-Tsatsos-Institut für Europäische Verfassungswissenschaften

Referent
Prof. Dr. Ewald Grothe
Leiter des Archivs des Liberalismus in Gummersbach (seit 2011); Studium der Geschichte, des Öffentlichen Rechts und der Rechtsgeschichte in Marburg, Promotion (1994), Habilitation in Wuppertal (2004), außerplanmäßiger Professor für Neuere und Neueste Geschichte Wuppertal (2009), Lehrbeauftragter an der Universität Köln (seit 2007);
Veröffentlichungen zur Geschichte des Liberalismus und zur Verfassungs- und Wissenschaftsgeschichte.


Carl Schmitt (1888 – 1985) und sein Schüler Ernst Rudolf Huber (1903 – 1990) zählen zu den bedeutendsten deutschen Juristen des 20. Jahrhunderts. Die bisher ungedruckte Korrespondenz von rund 220 Briefen und Karten aus den Jahren 1926 bis 1981 ermöglicht wichtige Erkenntnisse sowohl zur Wissenschafts- und Universitätsgeschichte als auch zur allgemeinen deutschen Geschichte. Es handelt sich um einen schriftlichen Austausch mit politischer Brisanz und intellektuellem Anspruch. Er gibt einen intensiven Einblick in das NS-Engagement der Briefpartner und die spätere Reflexion des eigenen Verhaltens unter den Bedingungen der Diktatur. Der Briefwechsel ist von den beteiligten Korrespondenzpartnern und von seiner inhaltlichen Relevanz her eine zentrale Quelle zur Intellektuellengeschichte des 20. Jahrhunderts.

Gerd Dapprich | 06.12.2017