Das deutsche Hiroshima? Wie Dresdens Schicksal Legende, Ideologie und weltweites Symbol für Kriegsschrecken und Versöhnung wurde

21. Januar 2015

Vortragsreihe: Lüdenscheider Gespräche

Zeitraum
21.01.2015 18:00 Uhr
(bis 20 Uhr)

Ort
Kulturhaus Lüdenscheid, Freiherr-vom-Stein-Str. 9,58511 Lüdenscheid

Veranstalter/-in
Institut für Geschichte und Biographie

Referent/-in
Oliver Reinhard
der gebürtige Paderborner lebt seit 1997 in Dresden. Der Historiker, Journalist und Buchautor schildert das Schicksal Dresdens im Luftkrieg sowie dessen Missbrauch, der von der NS-Propaganda begonnen, von der SED jahrzehntelang fortgeführt wurde und bis heute andauert.

Auskunft erteilt
Eva Engelhardt

Alljährlich zum 13. Februar wird Dresden zum Schauplatz links- und rechtsextremer Aufmärsche: 70 Jahre nach Kriegsende ist der Kampf um die Deutungshoheit über die Bombardierung der Stadt 1945 noch immer nicht beendet. War sie ein Kriegsverbrechen, ein „Bomben-Holocaust“ an hunderttausenden Frauen, Kindern und Greisen in der „unschuldigen Kunst- und Kulturstadt“? Oder ein legitimer Angriff gegen eine rüstungsrelevante „Stadt der Täter“, deren 25 000 Toten man keine Träne nachweinen darf? Tatsächlich sind deutsche Täter- und deutsche Opferschaft wohl nirgends so untrennbar miteinander verbunden wie in Dresden. Immer intensiver müht sich die Stadt um eine Form des Gedenkens, die beides miteinander verbindet.


Gerd Dapprich | 23.01.2018