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Veranstaltungen

Im Dienst der DDR-Staatssicherheit

Vortragsreihe „BürgerUniversität Coesfeld“

Icon Hagener Forschungsdialog
Wann: 02.09.2015 um 19:00 Uhr
Wo: Regionalzentrum Coesfeld , WBK – Wissen Bildung Kultur, Osterwicker Straße 29, 48653 Coesfeld
Referent/-in: Dr. Uwe Krähnke (Universität Leipzig)

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Über Lebenswege und Motivationen von hauptamtlichen Mitarbeitern des MfS

Dr. Uwe Krähnke: Soziologe, Leiter des DFG-Forschungsprojekts „Hauptamtliche Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit. Passungsverhältnisse zwischen individuellen Lebensarrangements und institutionellen Strukturen beim Dienst im MfS“.
Veranstalter:Ernsting's family-Junior-Stiftungsprofessur für Soziologie familialer Lebensformen, Netzwerke und Gemeinschaften (Jun.-Prof. Dr. Dorett Funcke)

Auskunft erteilt: E-Mail an Regionalzentrum Coesfeld
Telefon: +49 25 41 75 82

Seit der „Wende“ 1989 gibt es ein großes Interesse der Medien an der „Stasi“, dem Ministerium für Staatssicherheit der DDR. Im Fokus der medialen Aufmerksamkeit stehen vor allem die inoffiziellen Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter (IM). Dagegen bleiben die ca. 78.000 hauptamtlichen MfS-Mitarbeiter und -Mitarbeiterinnen (Stand 1989), die das Rückgrat des sozialistischen Herrschaftssystems in der DDR bildeten, weiterhin im Dunkeln. Bis heute ist sehr wenig darüber bekannt, wie Menschen dazu kamen, in den Dienst des MfS einzutreten, sich den Strukturen des Geheimdienstes anzupassen und was aus ihnen nach der Auflösung des MfS geworden ist.

In dem Vortrag sollen vor allem die Motivationsgrundlagen, Wertvorstellungen und der Lebensalltag der hauptamtlichen MfS-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beleuchtet werden, ebenso ihre retrospektive Sichtweise auf den Apparat, in dessen Dienst sie zu DDR-Zeiten standen. Der Vortrag basiert auf über 60 biografischen Interviews mit ehemaligen mit ehemaligen MfS-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern, die im Rahmen eines eigenen Forschungsprojekts geführt wurden.

Gerd Dapprich | 06.01.2016
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