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Bismarck - Ein Preuße und sein Jahrhundert

25. November 2015

Vortragsreihe: Lüdenscheider Gespräche

Zeitraum
25.11.2015 18:00 Uhr
(bis 20 Uhr)

Ort
Kulturhaus Lüdenscheid, Freiherr-vom-Stein-Str. 9, 58511 Lüdenscheid

Veranstalter
Institut für Geschichte und Biographie der FernUniversität

Referent
Prof. Dr. Christoph Nonn, Düsseldorf
geboren 1964 in Leverkusen, ist nach Stationen an den Universitäten Trier, Warwick/Großbritannien und Köln seit 2002 Lehrstuhlinhaber für Neueste Geschichte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Er hat unter anderem Bücher veröffentlicht über die Landesgeschichte Nordrhein-Westfalens, über Antisemitismus und über die Geschichte des deutschen Kaiserreichs. 2015 erschien von ihm eine vielbeachtete neue Biographie Otto von Bismarcks.


Auskunft erteilt
Eva Engelhardt

Auch 200 Jahre nach seiner Geburt ist Otto von Bismarck eine hochgradig umstrittene, von Mythen umwobene Gestalt. Christoph Nonn schaut hinter die Legenden und entdeckt einen Mann, dessen Zeit unserer heutigen verblüffend ähnlich ist. Kriegstreiber oder Friedenspolitiker, Modernisierungsverhinderer oder weißer Revolutionär, Nationalheld oder Dämon der Deutschen: Die Liste der Beinamen, die Bismarck gegeben worden sind, ist lang. Doch der "Reichsgründer" war weder ein Übermensch noch ein Monster. Er feierte spektakuläre Erfolge und erlebte die größten Pannen, er war ein jähzorniger Choleriker und ein liebevoller Ehemann, ein treuer Freund Wilhelms I. ebenso wie ein rücksichtsloser Vollblutpolitiker. Aus solchen scheinbaren Widersprüchen setzt dieses Buch eine neue Sicht auf den "Eisernen Kanzler" jenseits der Mythen zusammen und zeichnet das Bild eines pragmatischen preußischen Konservativen. Dabei wird der Preuße Bismarck zum ersten Mal konsequent in die europäische Geschichte des 19. Jahrhunderts eingeordnet, die durch wachsende internationale und globale Vernetzung geprägt war - wie unsere heutige Welt auch.

Eingeladen sind, über die Hochschulöffentlichkeit hinaus, alle interessierten Bürgerinnen und Bürger.

Moderiert wird die Veranstaltung unter dem Dach des Hagener Forschungsdialogs der FernUniversität von apl. Prof. Dr. Arthur Schlegelmilch, Institut für Geschichte und Biographie.

Gerd Dapprich | 06.12.2017