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Die Wirklichkeit der Hundehalter

Vortragsreihe „BürgerUniversität Coesfeld“

Icon Hagener Forschungsdialog
Wann: 03.02.2016 um 19:00 Uhr
Wo: Regionalzentrum Coesfeld , WBK – Wissen Bildung Kultur, Osterwicker Straße 29, 48653 Coesfeld
Referent/-in: Dr. Thomas Loer (Universität Witten/Herdecke)

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Exemplarische Darstellung von Ergebnissen einer Forschung zu einem altbekannten sich ausbreitenden Phänomen

Dr. Thomas Loer: Dr. Thomas Loer, habilitierter Soziologe, ist Gastdozent an der Privaten Universität Witten/Herdecke und an der International Psychoanalytic University Berlin und freiberuflich tätig (Praxis für klinische Soziologie – Analyse und Beratung). Seine Forschungsschwerpunkte sind: Kultursoziologie, Soziologie des unternehmerischen Handelns, Kunstsoziologie, Soziologie der Professionalisierung, Methodologie und Methode der Objektiven Hermeneutik. Zurzeit führt er eine selbstfinanzierte Studie zu Habitus und Deutungsmuster von Hundehaltern durch.
Veranstalter:Ernsting's family-Junior-Stiftungsprofessur für Soziologie familialer Lebensformen, Netzwerke und Gemeinschaften (Jun.-Prof. Dr. Dorett Funcke)

Auskunft erteilt: E-Mail an Regionalzentrum Coesfeld
Telefon: +49 25 41 75 82

Die Zahl der Hundehalter in Deutschland – und nicht nur hier – nimmt zu. In Deutschland leben 5,783 Mio. Personen mit Rassehunden im Haushalt (Habig/Flaig 2005: 4), anderen Angaben zufolge gibt es ca. 5,4 Mio. Hunde in Deutschland (Apel et al. 2013) – in 13,3 % der Haushalte.

Schon nahezu immer haben Menschen Hunde gehalten - meist aber als Gebrauchshunde im weitesten Sinne. Die Zunahme der Hundehaltung ist jedoch überwiegend dem Begleithund zuzurechnen. Im Vortrag werden vor allem die Haltungen und Deutungsmuster von Hundehaltern thematisch sein, die auf der Basis von Forschungsgesprächen und weiteren Materialien (Photos, Videoaufzeichnungen) rekonstruiert wurden. Dabei wird herausgearbeitet, welche Rolle die Hunde im Leben der Hundehalter spielen und welche Schlüsse sich aus der Haltung der Hundehalter über unsere Gesellschaft ziehen lassen. Erste Ergebnisse weisen darauf hin, dass Hundehalter in einer Haltung des „Als-Ob“ mit ihren Tieren umgehen und dass diese ihnen ein Changieren zwischen Weltflucht und Wirklichkeitserweiterung ermöglichen. Herauszuarbeiten ist auch, dass Hunde – anders als andere Gegenstände des Lebens – dieser Haltung in ihrer spezifischen Verhaltenstypik als soziale Tiere entgegenkommen.


Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten, der Eintritt ist frei.

Foto: Thinkstock

Gerd Dapprich | 04.01.2016
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