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„Der Fremde als Person. Verbindlichkeitsdiskurse in Neuzeit und Moderne“

14. April 2016

Vortragsreihe: Forum Philosophicum

Zeitraum
14.04.2016 18:30 Uhr


Ort
FernUniversität, TGZ-Gebäude, Raum Ellipse (EG), Universitätsstr. 11, 58097 Hagen

Veranstalter
Institut für Philosophie

Referent
Heiner Klemme (Halle-Wittenberg)
Prof. Dr. Heiner F. Klemme ist seit 2014 Professor für Geschichte der Philosophie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Leiter des dortigen Immanuel-Kant-Forums. Er war Professor für praktische Philosophie an der Universität Wuppertal (2006-2008) und Professor für Philosophie der Neuzeit an der Universität Mainz (2008-2014) sowie Gastprofessor in Brasilien und China. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Philosophie der Neuzeit und der Gegenwart, insbesondere Kant und praktische Philosophie.


Moderation
Prof. Dr. Thomas Sören Hoffmann

In der Philosophie der Neuzeit wurde eine intensive Debatte über den Begriff der moralischen Verbindlichkeit (obligatio) geführt. Einem weit verbreiteten Verständnis dieses Begriffs zufolge ist der Grund der Verbindlichkeit das (natürliche, göttliche, politische) Gesetz. Das Gesetz verpflichtet uns, bestimmte Handlungen gegenüber uns selbst, anderen Menschen und Gott auszuüben. Die moralisch gebotene Handlung wird Pflicht (officium) genannt. Pflichten begründen ihrerseits das Recht, das zu tun, wozu wir verpflichtet sind. In dem Vortrag soll der Begriff der Verbindlichkeit (der Verpflichtung) mit Blick auf die Frage nach den Pflichten erörtert werden, die wir gegenüber Fremden haben. Fallen sie mit den Pflichten gegen anderen Menschen zusammen? Unter welchen Bedingungen sind wir verbunden, unsere Pflicht zu tun? Welche Übereinstimmungen und Differenzen gibt es zwischen dem moralischen (sittlichen) und den rechtlich-politischen Dimensionen unserer Pflichten?


Gerd Dapprich | 06.12.2017