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„Jude sein heißt Kämpfer sein“ – Der Journalist Artur Schweriner (1882–1941)

Vortragsreihe „Lüdenscheider Gespräche“

Icon Hagener Forschungsdialog
Wann: 23.11.2016 um 18:00 Uhr
Wo: Kulturhaus Lüdenscheid, Freiherr-vom-Stein-Str. 9, 58511 Lüdenscheid
Referent/-in: Dr. Dietmar Simon (Lüdenscheid) und Jürgen Hartmann (Nordhorn)

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Dr. Dietmar Simon (Lüdenscheid) und Jürgen Hartmann (Nordhorn): Jürgen Hartmann, geb.1960, ist Historiker und Pressesprecher in Niedersachsen. Dietmar Simon, geb. 1964, ist Historiker und Gymnasiallehrer.
Einführende Worte / Moderation: Prof. Dr. Peter Brandt (FernUniversität in Hagen)
Veranstalter:Institut für Geschichte und Biographie

Auskunft erteilt: E-Mail an Eva Engelhardt

Position beziehen, dem Gegner mit offenem Visier entgegentreten, ihn mit Scharfsinn, spitzer Zunge und einer gehörigen Portion Humor in die Ecke treiben – charakteristisch für den in Vergessenheit geratenen deutsch-jüdischen Journalisten Artur Schweriner. Eine in Arbeit befindliche Biographie soll dieses nun ändern. Wer war dieser Mann, der bislang nur in Randnotizen Erwähnung gefunden hat? Erkennbar ist, dass sein Leben als Paradebeispiel für eine politisch und kulturell engagierte Existenz zwischen Kaiserreich und Emigration gelten kann.

Der aus Czarnikau stammende Schweriner lebte die meiste Zeit seines Lebens in Berlin, wo er als Mitarbeiter des Centralvereins der deutschen Staatsbürger jüdischen Glaubens (CV) gegen den marschierenden Antisemitismus auftrat. Zuvor war er mehrere Jahre als Zeitungsredakteur in Bad Salzuflen und in Lüdenscheid tätig. Auf zahlreichen Agitationsreisen durch ganz Deutschland warb er für die deutsch-jüdische Sache, verantwortete die CV-Zeitung und ein besonderes Kampfblatt gegen die Nazis, bis ihn die Machtübernahme 1933 ins Exil trieb. In den USA setzte er seine journalistische Arbeit im deutsch-amerikanischen Milieu fort, wo er ebenfalls gegen antisemitische Tendenzen focht, um dann viel zu früh zu sterben.

Gerd Dapprich | 11.11.2016
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