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„Die Nachkriegskarriere des ‚Schlächters von Lyon‘“

Vortragsreihe „Lüdenscheider Gespräche“

Icon Hagener Forschungsdialog
Wann: 19.04.2017 um 18:00 Uhr
Wo: Kulturhaus Lüdenscheid, Freiherr-vom-Stein-Str. 9, 58511 Lüdenscheid
Referent/-in: Dr. Peter Hammerschmidt

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Dr. Peter Hammerschmidt: geboren 1986, ist Historiker und Gymnasiallehrer. Er promovierte 2014 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Für seine Dissertation, die sich mit der Nachkriegsbiographie des ehemaligen SS-Hauptsturmführers Klaus Barbie auseinandersetzt, wurde er von der Volkswagenstiftung mit dem „Opus Primum“-Preis für die beste wissenschaftliche Nachwuchsarbeit des Jahres 2014 ausgezeichnet. In Deutschland löste er mit seinen Ergebnissen eine Bundestagsdebatte aus, die sich mit personellen NS-Kontinuitäten nach 1945 auseinandersetzte.
Einführende Worte / Moderation: apl. Prof. Dr. Arthur Schlegelmilch (IGB)
Veranstalter:Veranstalter ist das Institut für Geschichte und Biographie (IGB) der FernUniversität in Hagen

Auskunft erteilt: E-Mail an Eva Engelhardt

Der Historiker Peter Hammerschmidt rekonstruiert in seinem Vortrag „Die Nachkriegskarriere des ‚Schlächters von Lyon‘ – Klaus Barbie und die westlichen Geheimdienste“ die unglaubliche Nachkriegskarriere des ehemaligen SS-Hauptsturmführers. Dabei wirft er einen Blick auf Barbies Jugendjahre, seine Funktion als Gestapo-Chef im besetzten Frankreich, sein Engagement beim amerikanischen Heeresgeheimdienst CIC, seine Flucht auf der so genannten „Rattenlinie“, sein Wirken als Berater bolivianischer Militärdiktaturen sowie auf den finalen „Jahrhundertprozess“ in Lyon. Das besondere Interesse des Referenten gilt dabei insbesondere Barbies Beziehungen zu westlichen Geheimdiensten nach 1945. Auf Grundlage erst kürzlich freigegebener, teils streng geheimer Unterlagen des BND und der CIA soll die Kollaboration zwischen NS-Funktionären und westlichen Diensten nach 1945 am Beispiel Barbies konkretisiert werden.

Die Veranstaltung sollte ursprünglich im Oktober 2016 stattfinden, musste jedoch verschoben werden.

Gerd Dapprich | 21.12.2016
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