"Trug und Schein: Ein Briefwechsel. Eine kritische Begegnung mit dem Alltag im Zweiten Weltkrieg"

14. Februar 2018

Vortragsreihe: Lüdenscheider Gespräche

Zeitraum
14.02.2018 18:00 Uhr
(bis 20 Uhr)

Ort
Kulturhaus Lüdenscheid, Freiherr-vom-Stein-Str. 9, 58511 Lüdenscheid

Veranstalter/-in
Institut für Geschichte und Biographie

Referent/-in
Dr. Christine Hartig
Universität Ulm
Historikerin, tätig am Institut für die Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung, assoziiertes Mitglied des Institutes für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören die Geschichte des Nationalsozialismus, die deutsch-jüdische Geschichte sowie die Medizingeschichte.

Moderation
Prof. Dr. Arthur Schlegelmilch

Auskunft erteilt
Eva Engelhardt

Eine umfangreiche Sammlung von Liebesbriefen von zwei ganz normalen Deutschen aus dem aus der Zeit des Nationalsozialismus ist die Grundlage einer interdisziplinären, intermedialen und "crowdsourced"-basierten kritischen Auseinandersetzung mit dem Alltag während des Nationalsozialismus und im Zweiten Weltkrieg. Das Projekt "Trug & Schein" erlaubt Einblick in die Umgangsweisen der beiden ProtagonistInnen Hilde Laube und Roland Nordhoff (Pseudonyme) mit der neuen Macht. Beide haben zur Gestaltung "der Verhältnisse" beigetragen, die nationalsozialistischen Siege bejubelt und Angebote wie Zumutungen des NS in ihren Briefen diskutiert.

Auf dem Blog trugundschein.org werden die Briefe des jungen Paares in chronologischer Folge 75 Jahre nach dem Versenden veröffentlicht. Der Vortrag soll zur Diskussion darüber einladen, wie eine Geschichte des Nationalsozialismus vor dem Hintergrund des Verlustes von ZeitzeugInnen auf innovative Weise vermittelt werden kann.


Gerd Dapprich | 27.03.2018