„Bewährung und Befremden. Über die unheilvolle Sogkraft eines dschihadistischen Islam“

06. Juni 2018

Vortragsreihe: BürgerUniversität Coesfeld

Zeitraum
06.06.2018 19:00 Uhr


Ort
WBK – Wissen Bildung Kultur, Osterwicker Straße 29, 48653 Coesfeld

Veranstalter/-in
Ernsting‘s-family-Junior Stiftungsprofessur für Soziologie familialer Lebensformen, Netzwerke und Gemeinschaften

Referent/-in
Dr. Thomas Loer
Private Universität Witten/Herdecke
Habilitierter Soziologe, Gastdozent an der Privaten Universität Witten/Herdecke, Lehrbeauftragter an der International Psychoanalytic University Berlin und freiberuflich tätig (Praxis für klinische Soziologie – Analyse und Beratung). Seine Forschungsschwerpunkte sind die Kultursoziologie, die Soziologie des unternehmerischen Handelns, die Kunstsoziologie, die Soziologie der Professionalisierung, die Methodologie und die Methode der Objektiven Hermeneutik.

Moderation
Jun.-Prof. Dr. Dorett Funcke

In der Diskussion über das beunruhigende Phänomen der Radikalisierung im Namen des Islam taucht immer wieder die Frage auf, ob es sich um das Missverständnis einer eigentlich friedfertigen Religion handelt oder ob diese den Keim der Radikalisierung formt. Dass auch nüchterne Analysten in dieser Frage keine Übereinkunft erzielen können, ist schon ein Hinweis darauf, dass die Frage möglicherweise gar nicht beantwortet werden kann. Vor allem dann nicht, wenn die Ungleichartigkeit innerhalb der islamischen Lehre nicht berücksichtigt wird.

Im Vortrag wird ein Aspekt vorgestellt und diskutiert, der einen möglichen Weg zur Erklärung der Radikalisierung erkennen lässt: der Aspekt der „Fremden“. Dabei wird exemplarisch gezeigt, wie die Hinwendung zum Islam in einem bestimmten Verständnis als Lösung einer biographischen Krise erscheint und wie dieses Verständnis einen sich selbst verstärkenden Sog auslöst.

Gerd Dapprich | 27.03.2018