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Aufzeichnungen Lüdenscheider Gespräche

In etwa zweimonatigem Abstand finden die „Lüdenscheider Gespräche“ statt. Das Angebot reicht vom Kolloquium für wissenschaftlich Interessierte über Veranstaltungen mit Zeitzeugen bis hin zu Filmvorführungen und Vorträgen bekannter Persönlichkeiten.

Die bearbeiteten Aufzeichnungen der Vorträge werden hier allen Studentinnen und Studenten der FernUniversität zugänglich gemacht.

2010

  • Ruth Misselwitz: „Schwerter zu Pflugscharen” Ruth Misselwitz ist seit 28 Jahren Pfarrerin in der Kirche „Zu den Vier Evangelisten“ in Pankow. Sie gründete mit ihrem Mann und einigen Freunden 1981 den „Pankower Friedenskreis“, nahm an der Ökumenischen Versammlung der Kirchen in der DDR „Für Frieden Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ von 1988/89 teil, moderierte zu Wendezeiten den Runden Tisch in Pankow und ist Vorsitzende der „Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste“.
    Ruth Misselwitz berichtet aus eigenem Erleben über Nonkonformismus, Resistenz und Opposition gegen das SED-Regime und äußert sich zu den Zielen, Hoffnungen und Enttäuschungen der Friedens-, Umwelt- und Demokratiebewegung im Vorfeld und Verlauf des großen Umbruchs von 1989/90.
  • Prof. Dr. Holger Lengfeld: „Kann es soziale Gerechtigkeit in der Gesellschaft geben?"
    Im Beruf wie im privaten und öffentlichen Leben will jeder gerecht behandelt werden. Aber woran bemisst sich Gerechtigkeit, an welchen Prinzipien und Verfahren macht sie sich fest? Versteht ein Jeder unter Gerechtigkeit etwas anderes, oder gibt es verlässliche Maßstäbe? In seinem Vortrag erläutert Prof. Lengfeld, Soziologe an der FernUniversität in Hagen, welche Kriterien der Gerechtigkeit von der politischen Philosophie vorgeschlagen werden, und er zeigt anhand von Befragungsergebnissen, inwiefern diese Gerechtigkeitsstandards von der Bevölkerung geteilt werden. [19.05.2010]
    Aufzeichnungen:

2009

  • Dr. Christian Weißhuhn: „Alfred Hueck (1889 – 1975)“ - Jurist in vier politischen Systemen
    Die Rolle der Rechtswissenschaft während der Weimarer Republik und des Dritten Reiches ist seit einigen Jahren verstärkt Gegenstand der juristischen und historischen Betrachtung. Vor allem das Leben und das Werk einzelner Persönlichkeiten jener geschichtsträchtigen Zeiten ist vermehrt in den Mittelpunkt des geschichtlichen Interesses gerückt. Anhand der persönlichen und beruflichen Wegstationen von Alfred Hueck wird dessen Leben sowie juristischer Werdegang nachskizziert. 1889 in Lüdenscheid geboren, führte ihn sein Weg in der Wilhelminischen Kaiserzeit als Student über Freiburg und München nach Münster, wo er nur wenige Jahre nach der Gründung der Weimarer Republik zum Privatdozenten ernannt wurde. Von hier wechselte Hueck 1925 nach Jena, um einem Ruf als ordentlicher Professor für Deutsches- und Bürgerliches Rechts zu folgen. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten führte ihn sein Weg 1936 nach München, wo er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1957 lehrte. Während der zahlreichen politischen Umbrüche in den Jahren ab 1918 war Hueck fast ununterbrochen als Rechtswissenschaftler tätig. Er gilt als einer der bedeutendsten Zivilrechtswissenschafter der 1. Hälfte des vergangenen Jahrhunderts, der vor allem auf den Ge­bieten des Arbeits- und Gesellschaftsrecht maßgeblich wirkte. [16.12.2009]
    Aufzeichnungen:
  • Schülerausstellung: „Wo warst Du als die Mauer fiel?“
    Zum 20. Jahrestag des Mauerfalls hat die Stadt Lüdenscheid mit ihren Kooperationspartnern eine Veranstaltungsreihe zu diesem Ereignis durchgeführt, mit verschiedenen interessanten Projekten.
    Auch die Schulen beteiligten sich mit dem Projekt „Wo warst Du als die Mauer fiel?“ Zu diesem Thema wurden Zeitzeugen befragt und die Ergebnisse in Form einer Ausstellung im Bürgerforum vorgestellt. [11.11.2009]
    Aufzeichnungen:
    • Film [RealMedia Format, 17:13 Min.]
    • Tonaufzeichnung [mp3, 50:13 Min.] - Prof. Dr. Peter Brandt: „Jenseits des Hauptstroms“. Deutschlandpolitische Aktivitäten und Alternativen im Prozess der Wiedervereinigung. Peter Brandt berichtete in seiner Doppelfunktion als Zeitzeuge und Historiker.
  • Dr. Jörn Schütrumpf: „Rosa Luxemburg - Ein Weg in die Unkenntlichkeit“
    Mit der Untersuchung des Torsos eines Frauenleichnams, der über achtzig Jahre lang in der Berliner Rechtsmedizin in einer Vitrine quasi „in der Öffentlichkeit versteckt“ war, wurde das Interesse an Rosa Luxemburg für kurze Zeit auch in einer breiteren Öffentlichkeit geweckt. Wer auch immer die Frau in der Charité gewesen sein mag – spannender als Rosa Luxemburgs Leichnam, der in jedem Fall bis heute nicht beerdigt wurde, sind die lebendige Rosa Luxemburg und ihre systematisch vergessen gemachten Auffassungen. Wer wann welches Interesse hatte, diese Frau und ihr Werk hinter einer Ikone verschwinden zu lassen, und auch wer wann welches Interesse hatte, sie zu einer Megäre und einem Flintenweib herunter zu karikieren, wird diskutiert. Auf den Stand der Forschungen im Fall des Torsos aus der Charité kann bei Bedarf in der Diskussion eingegangen werden. [07.10.2009]
    Aufzeichnungen:

  • Preußen als Ort der Erinnerung und Identitätsstiftung
    Als gemeinsame Veranstaltung der Museen der Stadt Lüdenscheid und des Instituts für Geschichte und Biographie diskutieren: Reg. Bürgermeister a.D. Eberhard Diepgen, Dr. Eckhart Trox, Prof. Dr. Peter Brandt
    sowie Prof. Dr. Prof. Dr. Arthur Schlegelmilch. [17.06.2009]
    Aufzeichnungen:

  • Ausstellungseröffnung: „Es war eine andere Welt!“
    Migrationsbiographien Lüdenscheider Bürgerinnen und Bürger nach 1945. [11.03.2009]
    Aufzeichnungen:

  • Karl Feldmeyer – Zeitzeuge und Berichterstatter
    Karl Feldmeyer hat sich im Laufe seiner langjährigen journalistischen Tätigkeit für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, für die er u.a. als Hauptstadtkorrespondent (Bonn, Berlin) tätig war, einen Namen als ausgewiesener Experte für Deutschland-, Sicherheits- und Parteipolitik gemacht. In den achtziger Jahren hat er sich intensiv mit der Politik der atomaren Nachrüstung (NATO-Doppelbeschluss) und dem Prozess der deutschen Wiedervereinigung auseinander gesetzt.
    1978 wurde Feldmeyer für seinen Bericht über den Spionagefall Lutze/Wiegel mit dem renommierten Theodor-Wolff-Preis des Bundesverbands der deutschen Zeitungsverleger ausgezeichnet, 2006 wurde ihm die gleiche Ehrung nochmals zuteil, diesmal für sein Lebenswerk. [14.01.2009]
    Aufzeichnungen:

2008

  • Prof. Dr. Helga Grebing: „Die Worringers. Bildungsbürgerlichkeit als Lebenssinn.
    Wilhelm und Marta Worringer (1881 – 1965) – eine Familienbiographie“ [18.06.2008]
    Aufzeichnungen:
  • Markus Meckel, MdB: „Vom Bürgerrechtler zum Außenminister“ [21.05.2008]
    Aufzeichnungen:
  • Prof. Dr. Wolfgang Seiffert: „Ein Leben im Spannungsfeld von geteiltem Deutschland und russischer Politik“ [08.04.2008]
    Aufzeichnungen:
  • Dr. Eva Ochs / Dr. Friedrich-Wilhelm Geiersbach: Diskussion über die DVD –Produktion „Ehrgefühl-Selbstbeherrschung- Arbeitseifer. Hedwig Courths-Mahler und der ideale Mann des 19. Jahrhunderts“ [12.03.2008]
    Aufzeichnungen:
  • Prof. Dr. Bernd Faulenbach: „Flucht und Vertreibung in der individuellen, politischen und kulturellen Erinnerung“ [22.02.2008]
    Aufzeichnungen:
  • Ute Diehl: „Die Fussbroichs und die Özdags - Familienalltag im TV“ [30.01.2008]
    Aufzeichnungen:

2007

  • Prof. Dr. Dr. h.c. Dimitris Tsatsos: „Erinnerungen an Erlebnisse und Begegnungen“ [12.12.2007]
    Aufzeichnungen:
  • Dr. Uta D. Rose: „Hannah Arendt (1906 – 1975) – Leidenschaftliche Querdenkerin“ [21.11.2007]
    Aufzeichnungen:
  • Prof. Dr. Georg Hansen: „Als Kalisch deutsch war…“ – oder die Kunst und die Macht [24.10.2007]
    Aufzeichnungen:
  • Bundesminister a.D. / Ministerpräsident a.D. Wolfgang Clement: „Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik in Nordrhein-Westfalen und Deutschland 1989 bis 2005“ [19.9.2007]
    Aufzeichnungen:
  • Prof. Dr. Arthur Schlegelmilch: „Wallenstein und seine Biographen“ [23.05.07]
    Mit der Figur des 1634 in Eger ermordeten kaiserlichen Feldherrns und Kriegsunternehmers Albert von Wallenstein haben sich zahlreiche deutsche, östereichische und tschechische Autoren des 19. und 20. Jahrhunderts biographisch befasst. Im Vortrag werden Wandlungen des Wallensteinbildes in Forschung und Öffentlichkeit nachgezeichnet und dahingehend befragt, ob und inwieweit die lebensgeschichtlichen Prägungen der Autoren bzw. die jeweiligen politischen und gesellschaftlichen Zeitumstände hierfür bestimmend und mitverantwortlich gewesen sind. Am Beispiel „Wallenstein“ soll versucht werden, die Gratwanderung biographischer Geschichtsschreibung zwischen historischer Authenzitätssuche, individueller Standortgebundenheit und geschichtspolitischer Absicht aufzuzeigen.
    • Vortrag [RealMedia Format, 55:05 Min.]

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