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Ethnische Konflikte und demokratische Partizipation in Lateinamerika

Prof. Dr. Michael Stoiber und Marie-Sophie Heinelt, LG Politikwissenschaft V: Vergleichende Politikwissenschaft

Termin: 12.03.2014

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  • Vortrag Prof. Dr. Michael Stoiber und Marie-Sophie Heinelt

Die Staaten Lateinamerikas gehören nicht nur zu den sozio-ökonomisch besonders ungleichen Gesellschaften weltweit, auch sind es häufig ethnische Minderheiten wie Indigene und Afro-Latinos, die besonders von Armut betroffen sind. Seitdem Ethnizität als Identitätsmerkmal zunehmend politisiert wird, hat sich das Risiko von Konflikten entlang sich überlagernder gesellschaftlicher Trennlinien – ethnischer und sozio-ökonomischer Art – zusätzlich erhöht. Das Forschungsprojekt am „Lehrgebiet V: Vergleichende Politikwissenschaft“ des Instituts für Politikwissenschaft geht seit April 2013 diesem Problemfeld und der Frage nach, wie gesellschaftliche Konflikte in Lateinamerika gewaltfrei geregelt werden können.

Dabei wird von unterschiedlichen Bedingungen ausgegangen: Vor allem bedürfe es geeigneter institutioneller demokratischer Beteiligungsstrukturen (Makro-Ebene). Auch müssen diese Strukturen von den betroffenen Gruppen tatsächlich nutzbar sein (Meso-Ebene). Für 14 Länder der Region wird daher die Wirkung institutioneller Beteiligungsarrangements geprüft sowie die Einbindung zivilgesellschaftlicher Organisationen untersucht. Damit das institutionelle Setting Wirkung entfalten kann, sind schließlich auch Einstellungen und Motivationen der Bürger (Mikro-Ebene) zu bestehenden Strukturen relevant.

Nach einer kurzen Einführung zum Projekt möchten die Referentin und der Referent erste Ergebnisse zu drei Fallstudien (Kolumbien, Bolivien und Nicaragua) präsentieren.

videostreaming | 20.10.2015
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