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„Europäische Governance in der Krise“

Fachtagung

Termin: 24.11.2016 – 25.11.2016

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Ökonomische Grundfragen (Moderation Prof.Dr. Peter Schiffauer)

  • Prof. Dr. Mechthild Schrooten: Strukturvielfalt und wirtschaftliches Gleichgewicht in einer Währungsunion

Panel 1: Krise und Governance in der Geschichte (Moderation Prof.Dr. Peter Brandt)

  • Prof.Dr. Francesca Lamberti und Dr Raffaele D'Alessio: Das Beispiel des spätrömischen Reiches
  • Prof.Dr. Ewald Grothe: Krisenbewältigung in Preußen 1815-1870
  • Prof.Dr. Michael Hochgeschwender: Der New Deal in den USA 1929-1939

Panel 2: Strategien der Krisenbewältigung (Moderation Prof.Dr. Jörg Ennuschat)
Teil 1

  • Frederic Allemand: Umschuldungsmechanismen im EU-Recht
  • Prof.Dr. Biagio Bossone und Dr. Marco Cattaneo: Neue Wege zur Krisenüberwindung: Bekämpfung von Stagnation durch Finanz-Geld

Teil 2

  • Dr. Bogna Janik und Dr. Izabela Jedrzejowska: Krisenvermeidung und nachhaltige Entwicklung durch ethisches Wirtschaften
  • Frederic Allemand: CVCE Forschungsvorhaben über ein europäisches Wirtschafts- und Sozialmodell
  • Prof.Dr. Susanna Cafaro: Europa für Europäer. Wirtschaftlicher Aufschwung im Zeitalter wechselseitiger Abhängigkeit

Panel 3: Verfassungsrecht als Instrument ökonomischer Steuerung (Moderation Prof.Dr. Peter Schiffauer)

  • Prof.Dr. Susanna Cafaro: Ökonomische Steuerung durch Recht: ein qualitativer Sprung von der staatlichen zur trans- oder multinationalen Ebene?
  • Prof.Dr. Ioannis Papadopoulos: Politischer Wille und Verfassungstreue – welche Grenzen hat ökonomische Steuerung durch transnationales Verfassungsrecht?
  • Dr. Ubaldo Vilani-Lubelli: Die Zukunft Europäischer Demokratie: Souveränität und neue Legitimität nach der Krise

Die Bewältigung der Wirtschafts- und Finanzkrise ist zu einem Prüfstein für den Bestand der europäischen Integration geworden. Nach der Verwirklichung eines Binnenmarktes und eines einheitlichen Währungsraums zwischen Staaten, deren Haushalts- und Wirtschaftspolitiken im Rahmen gemeinsamer Regeln nur locker koordiniert werden, sind unter den Bedingungen der Krise erhebliche Ungleichgewichte, Spannungen und Verwerfungen entstanden, die die Staaten und Regionen Europas in ganz unterschiedlicher Weise treffen.

Damit stellt sich die Frage, welche Methoden und Instrumente wirtschaftspolitischer (Global-)Steuerung geeignet sind, solchen Entwicklungen erfolgreich entgegenzuwirken.

  • Ist es wirklich sinnvoll, für einen großen und heterogenen Wirtschaftsraum wie die Europäische Union generelle Konzepte auf konstitutioneller Ebene festzuschreiben und für deren strikte Anwendung in alle Regionen zu sorgen?
  • Und wenn, welche Transfer- oder Ausgleichsleistungen sind eventuell erforderlich, um zu verhindern, dass ökonomische oder soziale Ungleichgewichte Sprengkraft entwickeln?
  • Oder können und sollten für unterschiedlich strukturierte Regionen entsprechend der Spezifizität ihres jeweiligen Entwicklungsstandes und -potentials differenzierende Ansätze erarbeitet und angewandt werden?
  • Und wenn, lassen sich übergeordnete Prinzipien entwickeln, in deren Rahmen Differenzierungen sich einordnen müssen, um zu erreichen, dass die Entwicklungstendenzen in den verschiedenen Teilen der Union konvergieren und sich die Schere der Ungleichheiten nicht immer weiter öffnet?

Das interdisziplinäre Kolloquium über „Europäische Governance in der Krise“ soll einen Gedankenaustausch zwischen den am Dimitris-Tsatsos-Institut für Europäische Verfassungswissenschaften der FernUniversität in Hagen tätigen Forscherinnen und Forschern und Kolleginnen und Kollegen aus anderen EU-Mitgliedstaaten ermöglichen, von denen manche in ihrer Heimat besonders von den Auswirkungen der Krise und der zu ihrer Bewältigung durchgeführten Maßnahmen betroffen sind.

Die Beiträge sollen das historische Verständnis für Prozesse wirtschaftlicher Krisenbewältigung schärfen, die Kenntnisse über die von den europäischen Institutionen angewandten Verfahren vertiefen, mögliche Alternativen zu ihnen prüfen und die Grundlagen konstitutioneller Legitimität der gegenwärtig verfolgten Politik wie die künftig denkbarer Optionen erörtern.

videostreaming | 27.12.2016
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