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Lebenswege - Dortmunder Juden erzählen



Bestellhinweis

Sie können hier einen kurzen Ausschnitt sehen. Über die fünfstellige Signatur können Studierende den vollständigen Film auf 2 DVDs über den Virtuellen Studienplatz belegen (wie das normale Studienmaterial auch). Die Gebühr beträgt 35 €.
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Signatur: 78006
Fakultät: Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften
Fachrichtung: Erziehungswissenschaft
Länge: 108 min
Jahr: 2004


Kurzbeschreibung:

Der Beitrag war Grundlade der WDR-Sendungen vom 17.8. und 31.8.2002 sowie 11.01. und 25.01.2003 .

Vierzig Jahre lang hatte die DDR eine Mitverantwortung für das nationalsozialistische Verbrechen an den europäischen Juden abgelehnt. Erst nach der Wende entschied sie sich zu einem Akt der Wiedergutmachung: Im Juli 1990 beschloss die neue DDR-Regierung unter Ministerpräsident de Maizière, jüdischen Bürgern der Sowjetunion Einreise und ständigen Aufenthalt in der DDR zu gewähren. Dieser Beschluss wurde nach der Wiedervereinigung im Januar 1991 von den Regierungschefs des Bundes und der Länder erneuert und damit auf ganz Deutschland erweitert. Zudem sollten die Übersiedler zur besseren Sicherung ihres Lebensunterhalts als Flüchtlinge im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention betrachtet werden. Der Zentralrat der Juden in Deutschland begrüßte den Beschluss der Regierungschefs, weil er sich durch die Zuwanderung eine Stärkung und Festigung der recht kleinen jüdischen Gemeinden in Deutschland erhoffte.

Die Hoffnung des Zentralrats sollte in Erfüllung gehen: In den zehn Jahren nach 1991 sind ungefähr 130.000 Personen jüdischen Glaubens aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland eingewandert, ungefähr 40.000 davon nach NRW. Alle jüdischen Gemeinden des Landes haben sich durch diese Zuwanderung stark vergrößert, besonders die Dortmunder Jüdische Kultusgemeinde, die mit knapp 4.000 Mitgliedern wieder die gleiche Größe hat wie vor 1933.

Die alte Reichs- und Hansestadt Dortmund hatte über Jahrhunderte eine namhafte jüdische Gemeinde. Bis zur bürgerlichen Gleichstellung im 19. Jahrhundert war das Leben der Juden schwer und danach nicht immer leicht. Aber niemand hätte sich vorstellen können, was nach 1933 auch in Dortmund geschah: die neuerliche Entrechtung und Verhöhnung, die Zerstörung des Eigentums und der Synagogen, die Verhaftung, die Deportation und für die meisten der gewaltsame Tod. Nur wenige der Dortmunder überlebten und noch viel weniger kehrten zurück.

Wir haben die Gemeinde mehrfach besucht, sind mit Gemeindemitgliedern ins Gespräch gekommen und haben in Bild und Ton festgehalten, was sie uns aus ihrem Leben berichten. Die DVD enthält Interviews mit jüdischen Dortmundern und zeigt Bilder jüdischen Lebens.

Für weitere Auskünfte und technische Fragen wenden Sie sich bitte an: helpdesk@fernuni-hagen.de


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